G r u ß b o t s c h a f t e n an den V. Kongreß der Germanisten Rumäniens

- Iasi/Jassy, 22.-25. Mai 2000 -

 

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Theodor Berchem,

Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Bonn

Grußwort
Eröffnung des V. Kongresses der Germanisten Rumäniens
22.-25. Mai 2000 in Jassy
Ort:   Universität Jassy
Datum:  22. Mai 2000
Uhrzeit:  9.00 Uhr

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herrn,

mit großer Freunde komme ich der Bitte Ihres Vorsitzenden, Herrn Professor Gutu, nach, eine Grußadresse an die Teilnehmer aus dem In- und Ausland des V. Kongresses der Germanisten Rumäniens in Iasi zu richten.
Wissenschaftliche Kongresse haben seit dem Ende des 19. Jahrhunderts eine lange und wichtige Tradition. Vor den Revolutionen des 20. Jahrhunderts im Verkehrs- und Kommunikationswesen kam ihnen eine zentrale Funktion der Wissensvermittlung auf höchstem Niveau durch das Versammeln der führenden Forscher  zu. Diese Funktion haben Fachkongresse aber auch im Zeitalter der online-chats im Internet nicht verloren. Es ist ein törichter Trugschluß, Kommunikation mit ihren technischen Voraussetzungen gleichzusetzen. Nichts kann die persönlichen Erfahrungen und Kontakte mit den Kolleginnen und Kollegen ersetzen. Weiter bilden Fachkongresse wie der Ihrige die gesamte Bandbreite eines Faches ab, fördern dadurch den Gedankenaustausch, oft auch über das eigene enger gefaßte Fachgebiet hinaus.
Mit ihrem V. Kongress knüpfen Sie an eine Tradition des ersten und zweiten Kongresses der Germanisten Rumäniens in der Zwischenkriegszeit an. Es ist bezeichnend, daß der dritte und vierte Kongress erst wieder nach 1990 statt fanden: Germanistenkongresse sind nämlich nicht nur Fachkongresse, sie sind auch das Zusammentreffen von Intellektuellen - im besten Sinne des Wortes - die ihr Fach auch im gesellschaftlichen Kontext sehen.
Dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der in diesem Jahr sein 75jähriges Jubiläum feiert, liegt die rumänische Germanistik am Herzen. Deshalb fördern wir sie in überdurchschnittlich starkem Umfang:
- durch Individualstipendien für rumänische Studierende, Graduierte und Wissenschaftler, übrigens nicht nur der Germanistik, sondern aller Fächer;
- durch zehn DAAD-Lektoren, die zur Zeit an rumänischen Universitäten tätig sind;
- durch drei deutschsprachige Studiengänge an der Polytechnischen Universität  Bukarest, an der Technischen Universität Cluj-Napoca sowie seit 10 Jahren an der TU Temesvar,
- und nicht zu letzt durch zwei Germanistische Institutspartnerschaften, zwischen Ia?i und Konstanz sowie zwischen Sibiu und Merseburg, die germanistischen Austausch besonderes effektiv strukturieren.
Wir freuen uns, daß Deutsch in Rumänien weiter als Schulfremdsprache - eine viertel Million Schüler lernen Deutsch - einen ganz prominenten Platz einnimmt und auch als Wissenschaftssprache etabliert ist. Eine besondere Rolle spielt Deutsch ebenfalls als regionale Literatursprache, gerade in Siebenbürgen und in der Bukovina. Den sich daraus ergebenden positiven Impulsen für die rumänische Germanistik haben Sie ja ganz zurecht eine eigene Sektion gewidmet.
Im Februar diesen Jahres konnten wir den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis des DAAD an einen der herausragenden Germanisten Ihres Landes, Herrn Kollegen Corbea-Hoisie, verleihen. Wir ehren damit nicht nur ihn, sondern erweisen gleichzeitig auch der gesamten rumänischen Germanistik als moderner und weltoffener Wissenschaft unsere Hommage.
 In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für Ihre Tagung interessante Diskussionen und Anregungen sowie insgesamt viel Erfolg.

*****

Prof. Dr. Werner Keller (Köln),

Ehrenpräsident der Goethe-Gesellschaft Weimar

Sehr verehrter Herr Kollege, lieber Herr Gutu,

das Programm de 5. Kongresses der Germanisten Rumäniens kam an: Dank dafür, daß ich in der Vorstellung mit von der Partie sein kann.
"Potztausend!" enthält nach Friedrich Schlegel kein zureichendes Werturteil. Dennoch sprach ich es mit dem schönsten Respekt aus, nachdem ich sorgfältig Referaten und Themen gelesen und mir die Mühe vergegenwärtigt hatte, die bisher zu überstehen war. Die Anstrengung der Tage zwischen dem 22. und 25. Mai wird ebenfalls ungewöhnlich sein. Ihnen und Ihren Mitarbeitern gehört meine Bewunderung. Ein vorzüglicher Gedanke, daß Sie auch ein Forum über "Kreatives Schreiben" anbieten und die studentische Forschung auszeichnen, indem diese eigens zu Wort kommen kann.
Wäre es nicht unhöflich, den einen und anderen Kollegen zu nennen und dadurch den Ungenannten zurückzusetzen, bäte ich darum, Sie möchten die rumänischen Germanisten, sofern ich sie kenne, vielmals grüßen - und die deutschen wie Bernd Leistner, Christa Lichtenstern und Klaus Gille gleich anschließend. Recht gespannt bin ich, eines guten Tages Genaues über Moses Rosenkranz' "Kindheit" zu erfahren.
Alles Gute Ihnen von Herzen, Gutes für alle Teilnehmer! Neben der Mühsal erhoffe ich für Sie lange Momente der Freude über das Gelungene. Es ist eindrucksvoll, was die rumänische Germanistik unter Ihrer Ägide zu leisten vermag.

Freundschaftlich der Ihre
Werner Keller

www.e-scoala.ro

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