transcarpathica

germanistisches jahrbuch rumänien

Herausgegeben von:

Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR)

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Hauptherausgeber:

Prof. Dr. George Guţu

DAAD-Lekt. Dr. Thomas Schares

 

 Redacţia / Die Redaktion :

Str. Pitar Moş 7-11 / RO-010451 Bucureşti 1

Tel. + Fax.: 0040-21-252.59.72; Tel.: 0040-21-252.15.51;

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Aufruf zur Einsendung von Beiträgen

für transcarpathica, Band 7-8, 2008-2009

Verantwortliche Herausgeber:

Lucia Gorgoi, Emilia Muncaciu-Codarcea

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

Der Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur aus Cluj / Klausenburg wurde beauftragt, den thematischen Schwerpunkt für Band 7 des germanistischen Jahrbuchs transcarpathica zu bestimmen und den Band zusammenzustellen (2008). 

Gerne haben die Mitglieder des Lehrstuhls diese Aufgabe angenommen.

Der thematische Schwerpunkt des Bandes 7 (2008) ist: Literatur und Geschlecht. Gender studies in der Germanistik.

Seit Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts haben sich Gender studies einen festen Platz als Wissenschaftsdisziplin und Forschungsbereich der Kultur- Literatur- und Medienwissenschaften errungen. Bereits 1991 wies Judith Bulter im Buch Das Unbehagen der Geschlechter auf die Trennung von biologischem und sozial konstruiertem Geschlecht hin. Geschlecht wird in diesem Zusammenhang als soziokulturelle Konstruktion verstanden. Die Gender studies entwickelten sich aus den feministischen und post-feministischen Bewegungen der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts; sie haben ein interdisziplinäres Arbeitsfeld eröffnet, das sich immer mehr aufgefächert und ausdifferenziert hat. Trotz der Übersetzungen hat sich der englische Begriff gender als Analysekategorie auch im deutschsprachigen Raum etabliert, weil Begriffe wie ‘Geschlecht’ oder ‘Weiblichkeit’ im Deutschen noch immer biologische Assoziationen hervorrufen.

Neben der Analyse der Geschlechterrollen, von männlicher und weiblicher Identität (vgl. Erhart, Walter/ Hermann, Britta [Hg.]: Wann ist der Mann ein Mann? Zur Geschichte der Männlichkeit. Stuttgart 1997; Gnüg, Hiltrud/ Möhrmann, Renate [Hg.]: FrauenLiteraturGeschichte. Schreibende Frauen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Frankfurt a. M., 1989) ist der Begriff der Hybridität bedeutend geworden, der die Brüche und Diskontinuitäten in Identitätsentwürfen bezeichnen. Diese Vorstellung kann auch auf die Kategorie Geschlecht übertragen werden, besonders dort, wo Phänomene der Bi-, Homo- oder Transsexualität in den Blick kommen, die auch die Vorstellung zweifelhaft machen, dass ein biologisches Geschlecht im Menschenleben unwandelbar festgelegt ist.

Die sog. Queer-studies machen sich Überlegungen für eine Rekonzeptualisierung von gender. (Vgl. Foucault, Michel: Über Hermaphrodismus. Der Fall Barbin, Frankfurt a. M. 1998). Durch diese Kanonrevision verändert sich unser Bild der deutschen Literaturgeschichte: Epochen- und Gattungsgrenzen verschieben sich und alte Kategorien bekommen ein ganz neues Gesicht.

Illustrationen der Schwerpunkt-Problematik am Beispiel der rumäniendeutschen Literatur sowie des interkulturellen Beziehungsgeflechtes im südosteuropäischen Raum sind besonders anzuempfehlen.

Wir schlagen hier einige Themenkreise vor, die bei der Abfassung Ihrer Arbeiten hilfreich sein könnten:

Männlichkeit/Weiblichkeit

Traditionelle Geschlechterrollen innerhalb der Gesellschaft

Rollenverteilung in der Familie

Erotik in der Literatur

Ehe/Liebe/Sexualität

Identität als Mann oder Frau

Verschiebungen: Bi-, Homo-, Transsexualität

Literatur als Maskerade

Geschlechterforschung in der Mediävistik

Geschlechterkonstellationen in der Neuen Sachlichkeit

Frauen in der Literatur der Moderne/ Autorinnen

Genus/Sexus/Sprache

Grammatisches und natürliches Geschlecht in der Klassifikation der drei Genera im Deutschen

Forschungsstand an Ihrem Lehrstuhl

Außerdem sind für etwa die Hälfte des Bandes weitere umfangreiche Beiträge zur Literatur, Linguistik, Didaktik u. a. willkommen. Es sind beliebige germanistische Themen möglich, die keinen Bezug zum Schwerpunktthema aufweisen.     

Wir freuen uns auch auf Buchbesprechungen und Berichte über Tagungen und andere Veranstaltungen.

Sie können Ihre Beiträge bis spätestens 15. Mai 2009 einsenden.

Aus technischen Gründen bitten wir Sie um die Einhaltung dieses Termins.

Mit kollegialen Grüssen

Doz. Dr. Lucia Gorgoi (luciagorgoi@hotmail.com)

Prof. Dr. George Guţu (gutugeorge@yahoo.de)

Lekt. Reimar Müller (MuellerR@gmx.de)

 

www.e-scoala.ro

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