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VII. Kongress der Germanisten Rumäniens, Timişoara/Temeswar, 22.-25. Mai 2006

 

- Comitetul de organizare / Das Organisationskomitee -

Str. Pitar Moş 7-11 / RO-010451 Bucuresti

Tel. + Fax.: 0040-21-252.59.72; Tel.: 0040-21-252.15.51; 0040-21-318.15.79 (int. 27)

E-mail: gutugeorge@yahoo.de

Homepage:  http://www.ggr.ro

 

  Sektion 3: Die deutsche(n) Literaturen(en) in Rumänien nach 1918 

Unter besonderer Berücksichtigung der Banater deutschen Literatur im interkulturellen Beziehungsgeflecht

 

Exposé

 

Die deutsche(n) Regionalliteraturen in Rumänien haben weder zu den anderssprachigen Literaturen des Umfelds noch zu dem binnendeutschen Kulturraum bezugslos existiert und sich im Schnittbereich verschiedener Einwirkungen und wechselnder Machtzentren innerhalb multiethnischer kultureller Räume entfaltet. Im Unterschied zu anderen Ländern Ostmittel- und Südosteuropas entstand nach dem Zweiten Weltkrieg auch im kommunistischen Rumänien – auf eine Zeitspanne der Marginalisierung und Gängelung unter Diktatur und Zensur folgend – eine beachtliche deutsche Minderheitenliteratur, die in der Bundesrepublik Deutschland seit den 1980er Jahren eine geradezu erstaunliche Resonanz fand.

Es dürfte verständlich sein, dass im Rahmen dieses Kongresses der GGR, der in Temeswar stattfindet, das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) eine Sektion einrichtet, deren Vorträge sich zwar nicht ausschließlich mit der deutschen Literatur im Mehrvölkerraum Banat auseinander setzen, aber diese – soweit möglich – in besonderem Maße berücksichtigen.

Es dürfte verständlich sein, dass im Rahmen dieses Kongresses der GGR, der in Temeswar stattfindet, das IKGS eine Sektion einrichtet und betreut, deren Vorträge sich mit der deutschen Literatur im Mehrvölkerraum Banat auseinander setzen. Diese hat weder bezugslos zu den anderssprachigen Literaturen der Region noch zu dem binnendeutschen Kulturraum existiert und sich im Schnittbereich ganz verschiedener Einwirkungen und wechselnder Machtzentren innerhalb multiethnischer kultureller Felder entfaltet. Im Unterschied zu anderen Ländern Ostmittel- und Südosteuropas entstand nach dem Zweiten Weltkrieg auch im kommunistischen Rumänien – auf eine Zeitspanne der Marginalisierung und Gängelung unter Diktatur und Zensur folgend – eine beachtliche Literatur in deutscher Sprache, die in der Bundesrepublik seit den 1980er Jahren eine geradezu erstaunliche Resonanz fand.

Schwerpunktmäßig sollen Modalitäten der wechselseitigen Wahrnehmung, des Kulturtransfers im Spannungsfeld von Korrelation und Konflikt, von Annäherung und Abgrenzung im historischen Wandel – befragt und beleuchtet werden.

 

Folgende Themenkreise stehen dabei zur Diskussion:

  • „Community of Sensibility“ (Raymond Williams) – Denkbilder und Ausdrucksformen regionaler Identität/Mentalität

  • Literarisches Leben in den Vielvölkerregionen Banat, Bukowina, Siebenbürgen, Bessarabien: Inseln, Brücken, Passagen, Verflechtungen, Übergänge

  • Bildungs- und Kulturinstitutionen, deutschsprachige Öffentlichkeit und Presselandschaft

  • Literatur als Medium kultureller Selbst- und Fremdauslegung. Eigenstereotype, das Bild der anderen

  •  Modalitäten wechselseitiger Wahrnehmung: Korrelation und Konflikt, Annäherung und Abgrenzung

  • Übersetzer – „die geschäftigen Kuppler“ (J. W. von Goethe)

  • Im Spannungsfeld von Staats- und Muttersprache: Konkurrenz und Interferenz

  • Erscheinungsformen literarischer Mehrsprachigkeit

  • Traditionsbrüche als Entwicklungskostante

  • Probleme des Sprach- bzw. Landwechsels

  • Banat, Bukowina, Siebenbürgen in literarischen Fiktionskonstruktionen

  • Zwischen Beharrung und Veränderung (Beispiel: Generationskonflikt)

  • Vereinnahmung, Verstrickung, Zwänge, Widerstand: rumäniendeutsche Literatur unter Diktatur und Zensur

  • Grenzüberschreitende Übergangsszenarien (Abschied, Migration, Ankunft, Integration)

 

Rückfragen und Anmeldungen sind an folgende Adressen zu richten: Peter.Motzan@ikgs.de; gutugeorge@yahoo.de

 

Die Sektion 3 wird traditionsgemäß vom Institut für Deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München betreut, das uns obenstehendes Exposé zuschickte.

www.e-scoala.ro

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