Gesellschaft

der Germanisten  Rumäniens (GGR)

und

Institut für Germanische Sprachen und Literaturen der Universität Bukarest

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Am 8. April 2011 fand auf Initiative des DAAD ein Treffen der Leiter der Germanistik-Institute in Rumänien, der DAAD-Gastlektoren in Rumänien und der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) in Râşnov / Rosenau statt. Am Treffen nahmen Dr. Roman Luckscheiter, Leiterd der Abteilung Germanistik im Ausland im DAAD, Prof. Dr. George Guţu, Leiter des Bukarester Instituts für Germanische Sprachen und Literaturen, Präsident der GGR, und Josef Karl, Kulturreferent der Deutschen Botschaft Bukarest, teil.

Vertreten waren auf dem Treffen die Germanistik-Institute in Braşov/Kronstadt, Bucureşti/Bukarest, Cluj-Napoca/Klausenburg, Iaşi/Jassy, Sibiu/Hermannstadt, Timişoara/Temeswar, Suceava/Suczawa sowie die DAAD-Lektorate an den Germanistik-Instituten in Rumänien.

Hier einige Bilder vom bedeutenden germanistischen Ereignis in der südsiebenbürgischen Stadt:

Siehe auch hier!

 

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Pressebericht:

Runder Tisch der Germanisten in Rosenau

Treffen der germanistischen Institute Rumäniens beschäftigt sich mit den Zukunftsperspektiven des Fachs

Am 8. April kamen sich auf Einladung und Initiative des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Rosenau Vertreterinnen und Vertreter der meisten germanistischen Institute der staatlichen Universitäten Rumäniens zusammen, um über Perspektiven und Probleme, Besonderheiten ihres Fachs, Strategien zur Bestandssicherung und über die fachliche Zukunft zu sprechen und sich zu beraten. Das von DAAD-Lektoren organisierte Treffen hatte zum Ziel, gemeinsame Strategien für die kommenden Jahre und die sich bietenden Herausforderungen zu erarbeiten.

Das Saxonia-Haus in Rosenau bot den Teilnehmenden das Obdach und mit seinem Tagungsraum ein geeignetes Forum an diesem verregneten Tag: Unter der Moderation von Dr. Roman Luckscheiter, Leiter der Abteilung ‚Germanistik im Ausland‘ des DAAD, wurden zunächst Prof. Dr. George Guţu, Vorsitzender der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens und Leiter der Bukarester Germanistik, und der „Zaungast“ Josef Karl, Leiter des Kultur- und Minderheitenreferats der Deutschen Botschaft in Bukarest, begrüßt, bevor es in einem ersten Schritt an eine Bestandsaufnahme ging: Die teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter der Germanistiken in Bukarest, Hermannstadt, Jassy, Klausenburg, Kronstadt, Suceava und Temeswar stellten die Lage und Situation an ihren Standorten dar. Danach wurde sich in Arbeitsgruppen der zu besprechenden Aspekte und Arbeitsfelder gewidmet. Dabei ging es unter anderem um die Umsetzung des neuen Unterrichtsgesetzes, um wichtige Fragen der Deutschlehrerausbildung, die auch in den Händen der Germanistik des Landes liegt, um Fragen der Anpassung des Lehrprogramms an das Sprachniveau der Studenten, die zunehmend auch als Anfänger ohne Vorkenntnisse Germanistik studieren möchten, - und nicht zuletzt auch um Fragen der Kooperation untereinander und im internationalen Raum. Auch die misslichen Aspekte der eigenen Arbeit wie etwa die prekäre Bezahlung und die miserable Sach- und Raumausstattung und die vor allem vor Probleme stellende Größe der Unterrichtsgruppen wurden nicht außer Acht gelassen; die Arbeitsgruppen zogen es aber vor, sich auf die Bereiche der eigenen Tätigkeit zu konzentrieren, in denen man als Lehrpersonal selbst Gestaltungsspielraum hat. Der Tag mündete in Aktionspläne, die zu einigen besprochenen Themenkomplexen entworfen wurden. Es bildeten sich Arbeitsgruppen, die sich vertiefend mit einzelnen Themenkomplexen beschäfigen werden; und so wurde dies für alle Teilnehmenden nicht zu einem Krisengespräch, sondern zu einem Tag des Aufbruchs, dem sicherlich weitere Treffen dieser Art folgen werden.

Alle Teilnehmenden äußerten sich positiv zum Ausgang dieses Treffens; betont wurde die als besonders produktiv angesehenen Aspekte, dass sich verschiedene Generationen von Germanisten zu diesem Runden Tisch zusammengefunden hätten, dass sich deutsche Institutionen für die Zukunft des Fachs in Rumänien interessieren und es auf dem Weg in die Zukunft begleiten, und nicht zuletzt die Möglichkeit, sich einmal jenseits des Alltags und ungezwungen mit den Kollegen und Kolleginnen der anderen Standorte austauschen zu können, voneinander lernen zu können.

Deutlich wurde bei diesem Treffen auch, dass die rumänische Germanistik ein wichtige Säule der deutschen Kultur in Rumänien ist, die sich bei weitem nicht in der Erforschung der (rumänien-)deutschen Sprache und Literatur erschöpft; sondern im Gegenteil tätig und gestaltend an der Präsenz der deutschen Kultur in Rumänien mitwirkt – und dies auch weit jenseits aller Wissenschaft.

Dr. Thomas Schares

DAAD-Lektor Bukarest

(In: ADZ vom 27. April 2011, S. 6)

 


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