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"IM SPIEGEL, DEM MEIN HERZ DIE WOLKE WAR..."

FRÜHE GEDICHTE PAUL CELANS

 

(In: George Guţu, Die Lyrik Paul Celans und die rumänische Dichtung der Zwischenkriegszeit,

Editura Universităţii din Bucureşti, 1994, S. 172-178; 179-190.)

 

In einem exkursartigen Nachwort zu seinem Interpretationsband Wer bin ich und wer bist du? Ein Kommentar zu Paul Celans Gedichtband "Atemkristall" führte Hans-Georg Gadammer, auf den Wert von nichtwerkimmanenten Informationen eingehend, folgendes aus: "Vielleicht wird uns manches Gedicht erst dann aufgehen, wenn uns neue Informationen zugeflossen sind, zum Beispiel aus den Textstufen des Nachlasses, aus der Kenntnis von Freunden, aus den Funden gezielter Nachforschung."[1]

Die Jahrzehnte nach dem Tode des Czernowitzer Dichters haben gezeigt, einerseits wie hoch das Interesse an Celans Lyrik war und weiterhin ist[2], andererseits dass Celans Nachlass-Werk ebenso bedeutend ist wie das von ihm selbst noch für den Druck redigierte. Abgesehen von den Bänden Lichtzwang (1970), Schneepart (1971) und Zeitgehöft (1976), die echte Nachlassbände darstellen, wurde im Laufe der Jahre eine beträchtliche Anzahl von Celanschen Texten bekannt. Celans ehemalige Bukarester Freunde trugen wesentlich dazu bei, dass frühe Texte, die sich in Bukarest im Besitz verschiedener Personen befanden, zugänglich gemacht werden konnten. Dass dies unter Umständen etwas chaotisch, unsystematisch geschah, hatte verschiedene - nicht nur urheberrechtliche - Gründe. Die zwar recht unsystematische, jedoch begrüßenswerte Veröffentlichung früher Celan-Texte entsprach im Grunde genommen der Absicht, die der Autor selbst unmissverständlich artikuliert hatte: "Und nun meine Bitte: Ich denke an eine Gesamtausgabe meiner Gedichte, auch der früheren und frühesten (u. Hervorhebung; G. G.), unter Anführung genauerer Daten; gäbe es eine Möglichkeit, mich oder meinen Verleger S. Fischer in den Besitz von Abschriften meiner bei Ihnen, bei Ruth und Corina befindlichen Gedichte gelangen zu lassen?"[3] Im Jahre 1967 starb sein Bukarester Mentor Alfred Margul-Sperber. Freunde Celans konnten zwar auch vorher, nun jedoch in verstärktem Maße in den Westen reisen oder gar auswandern. Doch bis zu seinem Selbstmord im Jahre 1970 bekam Celan seine frühen Texte nicht zu sehen. Hätte dies für den Dichter etwas bedeutet? Vielleicht. Nach dem Tode Celans fangen Freunde und Bekannte allmählich an, sich mit solchen Texten zu melden. Sperbers Witwe, Petre Solomon, Alfred Kittner und Nina Cassian stellten uns freundlicherweise eine beträchtliche Anzahl von Materialien (Briefe sowie frühe Gedichte und Texte) zur Verfügung, die wir erstmalig einer zusammenhängenden, breitangelegten Analyse im Kontext der von uns - in Ermangelung eines angemesseneren Ausdrucks - als "rumänische Koordinate" bezeichneten Wahlverwandtschaften Celans zur rumäniendeutschen Dichtung, zur zweiten rumänischen Surrealisten-Welle sowie zur großen rumänischen Lyrik der Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit unterzogen.[4]

Nach mehreren - zum Teil wiederholten Einzelveröffentlichungen gab auch Ruth Kraft endlich (warum allerdings erst 1985?) eine größere Auswahl Celanscher Frühgedichte heraus.[5] Die Celan-Forschung widmete dem Frühwerk eine immer größere Aufmerksamkeit.[6] Das Celansche Frühwerk kann und darf von einer ernst zu nehmenden Gesamtausgabe der Werke dieses Lyrikers nicht außer acht gelassen werden. Die Argumente, die Beda Allemann einmal gegen die Aufnahme früher Celan-Texte (die er als "unautorisiert" erachtete) brachte, halten längst nicht mehr stand. Er sagte zwar, er wolle in eine spätere Ausgabe Celanscher Werke auch "alle übrigen Gedichte" aufnehmen, die in den von Celan selbst redigierten Bänden und in den Nachlass-Bänden nicht enthalten sind, doch schränkte er dabei ein: "soweit sie dem Herausgeber zugänglich und nicht von Celan selbst von jeder Publikation ausgeschlossen wurden."[7] Denn dem - inzwischen leider verstorbenen - Herausgeber der fünfbändigen Celan-Ausgabe waren viele Frühgedichte Celans längst bekannt und zugänglich, wenn man dabei berücksichtigt, dass er einige Male in Bukarest weilte und sich den Sperber-Nachlass angesehen hat. Auch veröffentlichte er - unautorisierte? - Celansche Shakespeare-Übersetzungen[8], die er jedoch in die fünfbändige Ausgabe nicht aufnahm.[9]

Auch andere Forscher konnten jede Zeit Einsicht nehmen in den Sperber-Nachlass, es bedurfte nur des Willens und der nötigen Ausdauer, im Museum zu sitzen und sich dort das umfangreiche, von Gudrun Bossert in bewundernswerter Kleinarbeit eingeordnete und aufgelistete Material in aller Ruhe anzusehen. Die Leitung des Museums hat dem einen oder anderen Forscher - unseres Wissens - nie Bedingungen gestellt, man war froh, dass sich jemand mit den deutsch verfassten Texten befassen wollte. Heinz Stănescu vermerkt dazu: "Das Museum (für rumänische Literatur in Bukarest; G. G.) hat nicht nur Guţu, sondern u. a. auch der Pittsburgher Germanistin Amy Colin und dem Kronstädter Horst Schuller-Anger (mehrere Male auch der Tübingerin Barbara Wiedemann-Wolf sowie dem Berliner Forscher und Dichter Ernest Wichner; G. G.) Zugang zum Nachlass ermöglicht..."[10] Dass durch gewisse Beamten (niemals jedoch durch die Archiv-Leiterin, Frau Viorica Ghiţă, die stets freundlich und hilfsbereit war und der deswegen auch an dieser Stelle herzlichst gedankt wird) Schwierigkeiten und Hindernisse auftraten, kann nicht als Motiv angeführt werden für eine eventuelle Versperrung des Zugangs. Zweitens: Celan selbst hat sich nie gegen die Veröffentlichung seiner frühen Gedichte geäußert. Eher das Gegenteil davon ist der Fall, wie es die zitierte Briefstelle eindeutig bezeugt. Eine historisch-kritische Ausgabe darf also an der Tatsache der Existenz Celanscher Frühtexte in keiner Weise vorbeisehen. Der Umstand, dass neulich Celansches Nachlass-Material dem Marbacher Literatur-Archiv anvertraut wurde, dass bereits einige historisch-kritische Bände erschienen sind, die die verschiedenen Textstufen und Varianten mitberücksichtigen, entspricht durchaus dieser Forderung.[11]

Bei den frühen Gedichten wird es lustig werden, weil der Beitrag rumänischer Germanisten durch gewisse - meist ausgezeichnete - Forscher, die das Monopol in Sachen Celan an sich gerissen zu haben meinen, nicht nur nicht anerkannt, sondern vielmehr verharmlost und missachtet wird. Manche ignorieren ja vollkommen diesen Beitrag mit beneidenswerter Leichtigkeit - wie etwa Amy Colin[12], zu deren Untersuchung ein objektiver (weil informierter und vielleicht auch deshalb unvoreingenommener) Rezensent sich folgendermaßen äußerte: "Es bleibt ... freilich ein Mangel, dass Colin die kenntnisreichen Beiträge der rumänischen Germanistik zur Celan-Forschung nur unzureichend rezipiert hat, was sich im Hinblick auf den früheren Celan mit Sicherheit geloht hätte." Dabei führt er aus: "So hat Colin beispielsweise George Guţus umfangreiche Dissertation mit dem Titel 'Die rumänische Koordinate der Lyrik Paul Celans', obschon in der Paul Celan-Bibliographie Christiane Bohrers verzeichnet, einfach nicht zur Kenntnis genommen."[13]

Ihrerseits erläuterte Barbara Wiedemann-Wolf, die in ihrer Untersuchung Antschel Paul - Paul Celan. Studien zum Frühwerk (siehe unsere Stellungnahme dazu in der Bukarester "Neuen Literatur", 1/1989 ) uns - auch wenn in einer später von ihr selbst als "unkollegial" bezeichneten Art und Weise - immerhin noch zur Kenntnis nehmen musste, im "Editorischen Nachwort" zu einem Band von Frühgedichten Celans ihren als einmalig zu bezeichnenden Einfall: "Auch nichtautorisierte Erstdrucke sind hier, als solche gekennzeichnet, berücksichtigt, soweit es sich um separate Drucke handelt, nicht aber solche innerhalb von wissenschaftlichen (u. Hervorhebung; G. G.) und journalistischen Arbeiten."[14] Die Absicht der Herausgeberin ist von Kritikern durchschaut worden, zumal die im vorliegenden Band wiedergegebenen Gedichte als Erstdrucke z. T. nicht nur in unserer Leipziger Dissertation (1977) vorhanden waren, sondern auch als "separater Druck in Zeitschriften", u. zw. in der Bukarester Zeitschrift "Neue Literatur", erschienen sind.

Jürgen P. Wallmann konnte in mehreren Publikationen in Deutschland und in Rumänien den Zweck der Herausgeberin auch beim Namen nennen: die von der Herausgeberin genannte "unsinnige Ausschluss-Klausel" könne "nur den einen Grund haben: nämlich den Namen und die Arbeit des missliebigen Kollegen George Guţu verschweigen zu können. Guţu nämlich hatte in seiner Arbeit 1977... bis dahin unveröffentlichte Celan-Gedichte zugänglich gemacht. Und im Oktoberheft 1988 der Zeitschrift 'Neue Literatur' hatte er auf den Seiten 27 bis 39 Gedichte Celans aus den Jahren zwischen 1938 und 1947 veröffentlicht. (Das war also alles andere als ein Privatdruck, denn die monatlich erscheinende 'Neue Literatur' ist eine offizielle Zeitschrift des rumänischen Schriftstellerverbandes.) Und ebendiese von Guţu mitgeteilten Gedichte bezeichnet Barbara Wiedemann nun in dem Band 'Das Frühwerk' als hier 'erstmals veröffentlicht'. In Wahrheit aber sind mindestens 14 (also fast die Hälfte) der 29 angeblich erstveröffentlichten Gedichte bereits publiziert - was der Herausgeberin bekannt sein musste. Mangel an philologischer Sorgfalt ist das Mindeste, was man ihr vorhalten muss. Paul Celan und seine Leser hätten eine korrektere Editionsarbeit verdient."[15]

In seiner sachlichen Besprechung des Mammut-Bandes "Gedichte" (1000 Seiten) kommt Helmut Böttiger hinter die Strategie der Herausgeberin und spricht es deutlich aus: "Die Veröffentlichungen von frühen Celan-Gedichten aus der Czernowitzer und Bukarester Zeit in deutschsprachigen rumänischen Zeitschriften nach Celans Tod 1970, die dort eine immense Bedeutung hatten, führt die Herausgeberin immer ausdrücklich als 'nicht autorisiert' auf - da scheint es ihr um etwas anderes zu gehen als einfach um das korrekte Bibliographieren."[15a]

Seinerseits meldete auch der Jassyer Germanist und Celan-Kenner Andrei Corbea Zweifel an der Richtigkeit des Herangehens Wiedemanns an: "...Die Aussagen der Herausgeberin über die Erstveröffentlichung der Texte rufen Verwunderung hervor, und ihr können auch wir uns nicht entziehen; sie beziehen sich vor allem auf die Begriffe 'autorisiert' und 'nichtautorisiert', was offensichtlich darauf abzielt, radikal zu unterscheiden zwischen der - in der Regel als nichtautorisiert bezeichneten - Erstveröffentlichung von Celan-Texten in den rumänischen Zeitschriften, die sie von 1970 an veröffentlicht haben (...), und deren Aufnahme in deutsche Ausgaben wie die hier besprochene. Es ist jedoch unklar, ob diese Einschränkung, die mit pedantischer Konsequenz eingehalten wird und den Eindruck erweckt, als wolle sie als Wertungskriterium fungieren, von Barbara Wiedemann als eine juridische, urherberrechtliche, als eine auf das Einverständnis der Frau Gisèle Lestrange-Celan bezogene oder aber als eine berufliche verstanden wissen will, die die fachliche Zensur im Zusammenhang mit der eigentlichen Sorgfalt bei der Festlegung des zu veröffentlichenden Textes mitimpliziert. Ohne eine diesbezügliche Präzisierung läuft die daraus entstehende Kontroverse Gefahr, sich in einen sinnlosen Wettlauf um das Verdienst um die Erstveröffentlichung zu verwandeln: Petre Solomon oder George Guţu können durchaus befürchten, dass man ihnen in Bezug auf ihre eigenen Bemühungen um die 'Ausgrabung' bis dahin unbekannter Texte von Paul Celan Unrecht tut, insbesondere der letztere, der außer den zu jenem Zeitpunkt noch unbekannten Gedichten im Anhang zu seiner 1977er Dissertation 'Die rumänische Koordinate der Lyrik Paul Celans' in 'Neue Literatur', 10/1988, weitere 12 bis dahin unbekannte Gedichte und eine Variante (...) veröffentlichte, was von Barbara Wiedemann völlig ignoriert wird. Was uns anbetrifft" - schreibt Andrei Corbea weiter -, "so erachten wir die gemeinsame Sache der immer noch seltenen Fachleute auf dem Gebiete der frühen Lebens- und Schaffensjahre Paul Celans als viel zu bedeutend, so dass man sie nicht zum mehr oder weniger kleinlichen Streitobjekt um Prioritäten entarten lassen darf."[16]

Wie dem auch sei: Eine historisch-kritische Ausgabe darf die Tatsache der Existenz Celanscher Frühtexte auf keinem Fall ignorieren. Sie muss sie erforschen und in eine Gesamtausgabe in entsprechender Form aufnehmen. Freilich wird man dabei mit äußerst schwierigen Fragen über Entstehungszeit und -ort etc. konfrontiert sein.

Eine "gezielte Forschung" - wie sie Gadammer anregte - ermöglichte uns noch vor 1988 festzustellen, dass es immer noch bis dahin unbekannte oder noch nicht in vollem Wortlaut veröffentlichte Gedichte Celans gab. Im Celan-Konvolut des Sperber-Nachlasses fanden wir 12 unbekannte Celan-Gedichte und die Variante ("Ins Dunkel getaucht") eines bereits in Der Sand aus den Urnen veröffentlichten Gedichts (GW, III, S. 41). Weitere 9 Gedichte sind im Anhang unserer Untersuchung von 1977 enthalten, doch bis 1988 keiner breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, auch wenn die Forschung sie zum Teil zur Kenntnis genommen hat. Die ersteren werden mit (E) = Erstveröffentlichung (in der "Neuen Literatur", 10/1988), die anderen mit (Guţu, 334) = erstveröffentlicht in: George Guţu, Die rumänische Koordinate..., a.a.O., S. 334 etc.

Alle Gedichte sind bis etwa Anfang Dezember 1947 entstanden. Das Gedicht /"Kämmerlein Tod"/ (wir bringen die Gedichte in alphabetischer Reihenfolge) ist titellos. Weitere Gedichte ohne Titel aus dem Celanschen Sperber-Nachlass-Konvolut erhielten den Titel, mit dem Celan sie in seine im gleichen Konvolut befindlichen Inhaltsverzeichnisse eines von ihm geplanten Bandes aufgenommen (und dadurch implizite auch autorisiert) hat. Zur Problematik vorhandener "Konvolute" äußern wir uns an anderer Stelle.[17]

Die Textgestalt der hier wiedergegebenen Gedichte entspricht vollkommen den Typoskripten, die uns vorlagen. Bei den (E)-Gedichten, die im Sperber-Nachlass-Konvolut vorhanden sind, wird auch die jeweilige Inventurnummer des Bukarester Museums der Rumänischen Literatur (= MLR), wo der Sperber-Nachlass verwahrt wird, angegeben.

Da Celan bekanntlich mit dem Gedicht "Tangoul morţii" ("Contemporanul", 2. Mai 1947) interessanterweise in rumänischer Übersetzung debütierte und da wir überzeugt sind, dass künftighin kaum noch Celansche Frühtexte auftauchen dürften, haben wir uns gestattet, einige von den auch hier wiedergegebenen Gedichten auch in rumänischer Übersetzung zu veröffentlichen.[18] Damit kehrt Celans poetischer "Meridian" zu seinem Ausgangspunkt zurück: zum "Fuße unserer heimatlichen Berge und Buchen", wie er sich selbst einmal ausdrückte.[19]

* * *

 

P A U L   C E L A N

G E D I C H T E (1 9 3 8 - 1 9 4 7)

 

 

1. AN DEN WASSERN BABELS

 

          Wieder an dunkelnden Teichen

          murmelst du, Weide, gram.

          Weh oder wundersam:

          Keinem zu gleichen?

 

          Den deine Kralle zaust,

          sucht sich in Sünden.

          Wendet sich von deinem Zünden,

          flammende Faust.

 

          Kehr du mit deinem Getös

          ein in kauernde Hütten.

          Komm unser Blut verschütten.

          Den Lehm erlös...

(Guţu, 334)

 

2. AUF NÄCHTLICHER FLUR (E)

 

So bücktest du dich, als du eiltest zu mir, zwischen rötlichen

                                                                  /Raden...
Nahmst von den Perlen, des Todes gläserner Lockung, verstreut auf den Fährten des Traumes...
Schmücktest dich eitel mit ihnen, säumtest auf flüsternden

                                                                     /Pfaden,
Stecktest ein Blatt dir ins Haar vom Laub des verwunschenen

                                                                      /Baumes...
Häng ich die Wolke vors Aug mir, zeigt es dir keines der

                                                                      /Bilder...
Weinst du: So sieht er mich nicht... So seh ich mich selbst

                                                            /nicht als Braut...
Greift meine Hand dir ins Herz: erkennt es mich nicht, schlägt

                                                                    /es wilder...
Pflück ich rasch für dein Grab irgendein blühendes Kraut.

(25006-1/78)
(Andere Fassung:

6. Zeile - So gewahr ich mich; 25006-1/200)

 

3. BALLADE VOM AUSZUG DER DREI

 

          Die rote Wolke weht um unsre Hand:

          Wir flohen alle aus dem gleichen Land.

          Drei gleiche Feinde hatten unser Land verheert

          Mit argem Nibelungenschwert.

 

          Da lachten wir,

          Da lachten wir und zogen in andere Täler.

          Was machts? Die Hütten alle steckten wir in Brand.

 

          Kommt, Schwestern, kommt.

          Und schwärzet unsre Nächte.

 

          Da kamen sie.

          Da kamen sie und baten: es frißt das Feuer alle unsre Höfe!

 

          Da lachten wir,

          da lachten wir und löschten ihnen das Feuer

          (Denn wem, dennn wem wird noch Wind hier zuteil?)

          Da lachten wir und löschten ihre Feuer alle.

 

          In die leere Ewigkeit ziehn wir mit schwelenden Fackeln.

(Guţu, 333)

 

4. BALLADE VON DER ERLOSCHENEN WELT

 

          Der Sand. Der Sand.

          Vor die Zelte, die zahllosen Zelte

          trägt der Sand sein Geflüster.

          "Ich bin das Meer. Ich bin der Mond.

          Laßt mich ein."

          "Nacht", murmeln die Zelte.

          "Sei Nacht."

          Da rücken die Speere heran:

          "Wir sind es.

          Und das eiserne Blau des Morgens.

          Laßt uns die Schwingen alle

          durchbohren."

 

          Da regen,

          da regen sich bange die Arme der Krieger:

          "Uns gaben die gottlosen Engel recht -

          und Fremde häufen hier Finsternis?

          Wir dringen ein."

 

          (Doch was,

          doch wer ist im Gezelt?)

 

          Ein atmendes Antlitz

          hängt sich hell vor die Zelte:

          "Regengrünes Geschick

          bin ich.

          Und ich bin das Gras.

          Ich wehe.

          Und ich wehe hinein."

 

          (Doch was,

          doch wer ist im Gezelt?)

 

          Versanken sie alle?

          Der Sand? Die Speere?

          Die Arme der Krieger? Das atmende Antlitz?

 

          Versanken, versanken sie?

 

          Die stammelnden Seelen der Neger ringsum

          tanzten rundum und drangen ein:

          die Schatten fanden sie, die Schatten

          von keinem.

          Zersprengt ist der Seelenreigen.

(Guţu, 332)

 

5. DAS LICHT IM SPIEGEL (E)

 

          Das Licht im Spiegel, leise, und für jene

          Stunde bestimmt, die uns mit Traum beschenkt,

          verbraucht die Nacht, die deine Augen füllte.

          Sehr lange weilt, und seltsam, das verhüllte

          Gespiel des Herbsts bei dir und deiner Träne.

          Bis dir der Spiegel voller Sterne hängt.

(25006-1/41)

 

6. DER JÄGER (E)

 

          Im Auge, dem der Orion erlosch,

          weil ich ein Wild gehetzt, nicht mir beschieden,

          flammt als mein guter Stern der Feuerfrosch

          und eine Spinne webt mir meinen Frieden,

 

          den ich verlor, als ich im Welschland stak

          und bluten ließ die Rebe der Champagne,

          und in Karelien unter Birken lag

          mein Herz bei dir im Schatten der Kastanie,

 

          die, wenn getreu sie unser noch gedenkt

          und jener Süße wie von tausend Sommern

          von diesem Flammenfrühling Feuer fängt

          und leuchtet wie der Himmel über Pommern,

 

          wo ich, in meine Seele festverbissen,

          den Windbruch nicht mehr finde im Revier,

          wo ich zuerst, der Alpenflur entrissen,

          ein Herz aufs Korn genommen statt ein Tier.

(25006-1/57)

 

7. DER NÄCHSTE FRÜHLING (E)

 

          Gott kam einen Schatz zu bergen hier im Tal:

          junges Laub vom kommenden April.

          - Leiser als der Mondstrahl sei der Wasserstrahl!

           Über leichten Blättern wandle still.

 

          Gott hat einen Knecht gedungen hier im Ort.

          Ihm ein Wams geschenkt aus grünem Samt:

          - Leichter als die Wolke ist mein Hort.

           Süßer als die Liebe dieses Amt.

 

          Rot fliegt der September durch mein Haar

          fort! Und rasch sei Reif statt Tau!

          Grün wie nie ein Jahr war, kommt ein Jahr!

          Aber Mirjams Augen waren blau.

(25006-1/67)

 

8. DER ROSENGARTEN (E)

 

          Vom Wasser, das Disteln gewaschen, trank gierig mein

                                                                      /Bruder. Allein

          fecht ich den Streit für ihn aus, nackt, vor der Rosenpforte;

          Die Haine des Friedlosen schirm ich mit Trauer, keiner darf

                                                                    /duftender sein...

          Finster schied er von mir, getarnt mit Gedörn, das verdorrte.

 

          Nimmer ein Engel auch drüben, hier meinen Speeren nicht

                                                                                    /hold;

          leicht, mit den Schwertern im Herzen: "Steh, es säumt noch

                                                                              /im Garten

          Tod, in die Knospen gebettet, mein Tod, der den Rosen

                                                                                /entrollt.

          Früh ist die Schwinge erwacht mir, er schlief noch, ich konnte

                                                                          /nicht warten."

 

          So sei der Wolke geopfert? Also gehalten die Treue?

          Der Speer auf den Regen gerichtet?... Wie, wenn von Düften

                                                                              /getragen,

          er schied und den Garten vergaß? Daß die Rosen er streue

          oben, wo's finsterer ist? Und ich falle, von Keulen erschlagen?

(25006-1/197)

  

9. DIE WIESE IM WALD (E)

 

          Die grüne Fahne gehißt hat der Abend: mein Herz hat

                                                                          /geträumt...

 

          Im Schatten der riesigen Pilze grast wieder das goldene Reh:

          Hier wand ich den Toten die Kränze des Sommers.

          Ich sprach auch: verbrannt ist das Laub vom Holunder.

          So schläfst du nun tiefer: du weißt, daß ich weinte.

 

          Den Stern vergrub ich sehr tief, einen Speerwurf von hier:

          Das Mal deiner Wange, mein Abschied vom Himmel.

(25006-1/72)

 

10. EINER

 

          Die schwebenden Seelen mit spitzen

          vergifteten Klingen zu ritzen

          schreitet er leicht über Schollen,

          wo schimmernde Schädel rollen.

 

          Er hatte im Sterben den Schwur

          geleistet, die Wolken zu meiden,

          da stürzte sich Tag in die Uhr,

          das Leben für ihn zu entscheiden.

 

          Und er, ein geharnischt Gebein,

          entschloß sich, den Weg zu beschreiten,

          und läßt nun durch helles Gewein

          die helleren Klingen gleiten.

 

          "Denn wenn ich die Wolken nun meid,

          in denen Ihr Bild mir entbrannte,

          was ist mir das leisere Leid,

          das bildlose Erde nur kannte?"

(Guţu, 338 f)

 

11. FINALE (E)

 

          Herbst hab ich in Gottes Herz gesponnen

          eine Träne neben seinem Aug geweint...

          Wie dein Mund war, sündig, hat die Nacht begonnen.

          Dir zu Häupten, finster, ist die Welt versteint.

 

          Fangen sie nun an zu kommen mit den Krügen?

          Wie das Laub verstreuet, ist vertan der Wein...

          Missest du den Himmel mit den Vogelzügen?

          Laß den Stein die Wolke, mich der Kranich sein.

(2500601/68)

 

12. IM SPIEGEL (E)

 

          Im Spiegel, dem mein Herz die Wolke war,

          trieft noch der Tau, dem ich die Rosen zog,

          finstert die Schwinge, die mich überflog,

          und weht die Locke noch vom braunen Haar.

 

          Schwenkte die Nacht, gefangen im Jasmin,

          das Tüchlein nicht, davor der Glast erschrack?

          Bis auch dein Leib in seinem Feuer lag.

          Und ich den Fächer spannte über ihn...

 

          Der Schleier, den der Spiegel dir geraubt,

          blaut wie dein Aug, daraus die Wolke schwand...

          Und wieder fängt der schmale Reif die Hand,

          die schlafend meine Seele mir entlaubt.

 

 

          O Gold, dem ich im Glas begegnen muß!

          O Widerschein des Meers, das überschäumt!

          Und bei den Buchen meiner Heimat säumt

          das braune Mädchen aus dem Kaukasus...

(25006-1/136)

 

13. INS DUNKEL GETAUCHT (E)

 

Ins Dunkel getaucht sind die Kirschen der Liebe,
zu spinnen gekrümmt mir die Finger: ungepflückt blieb der

                                                   /Schatten der Schwalbe.
Ihr Kleid einst unsichtbar. Ihr Schleier im Morgen gesponnen.
Dem Herold des Schmerzes ein kostbar Geschenk, seiner

                                   /Schwinge zu schwer und entsunken
 
unten im Tann, wo gelöst wird die Fessel des Mondstrahls.
Geraubt sind dem Sommer die Herzen, das Obst, das dir reifte zum Dämmer, gehißt
                                              /auf den zackigen Türmen
der Luft. Über Zinnen aus Asche.
In Gottes wölfischem Schoß.

(25006-1/79)

 

          [Andere Fassung:

          Ins Dunkel getaucht sind die Kirschen der Liebe,

          zu Spinnen gekrümmt mir die Finger: wie pflück ich den

                                                           /Schatten der Schwalbe?

          Ihr Kleid einst unsichtbar. Ihr Kleid einst im Morgen

                                                                            /gesponnen.

          Dem Herold des Schmerzes ein kostbar Geschenk, seiner

                                                              /Hand bald entsunken,

          unten im Tann, wo gelöst wird die Fessel des Mondstrahls.

          Geraubt sind dem Sommer die Herzen,

          das Obst, das dir reifte zum Dämmer, gehißt auf den

                                                                 /zackigen Türmen

          der Luft. Über Zinnen aus Asche.

          In Gottes wölfischem Schoß.

(25006-1/148)]

 

14. JENSEITS

 

          Aus den Spiegeln riß ich dich ins spiegellose Land.

          Hier. Hier: ein Ast!

          Krümm deinen Arm um ihn.

          Gestalten keine mehr. Und Schatten keine.

          Und Bilder nimmer.

          Nur Winde Winde Winde durch dein Haar.

          Nur Schritte Schritte Schritte durch dein Herz.

 

          Was vorher war, ist nun von uns gesunken.

          Nun gibt es keinen mehr, der mit Gesängen fleht.

          Und keinen mehr mit Dunkelheit zu täuschen,

          In deinen Spiegeln bin auch ich nicht mehr...

 

          Nur Schritte Schritte Schritte durch dein Herz.

          Nur Dolche Dolche Dolche durch dein Aug.

(Guţu, 334)

 

15. [KÄMMERLEIN TOD] (E)

 

          Kämmerlein Tod hat sein Fenster verhängt mit blauen

                                                                           /Gardinen.

          Lüftet' ich sie, du glaubtest mir bald, wüßte mein Mund

                                                                         /hinter ihnen

 

          korallenes Lippensprüchlein. (Kämmerlein Tod ist mein

                                                                                 /Heim.)

          Lockte ich dich, du folgtest mir scheu, äßest vom bitteren

                                                                                  /Seim

 

          schimmernder Wimpern. Würdest du mein eigen wie jeder

          Geist ohne Schwert. Schriebest mit schlummernder Feder

 

          Traum in das Blattwerk des Sturms. Bötest dein Herz mir,

                                                                                  /erlaucht.

          Mir, der im Sand dich einst suchte. Mir, in dein Auge getaucht.

                 (25006-1/64 und 25006-1/115)

 

16. LEGENDE

 

          Nach dem rostigen Rätsel der Erde

          komm, Bruder, forsch mit mir mit hellem Spatenstich.

          Ich fand nichts. Du findest nichts.

          Doch die Erde splittert dabei.

 

          Wenn es dunkelt, nehm ich dich mit mir auf meinen Hof.

          Du fragst, wer dort sei?

          Es ist meine Schwester, es ist meine Liebste.

          Oft dunkelt es, wenn ich noch nicht daheim bin...

 

          Löse ich, lösest du

          das rostige Rätsel der Erde

          mit blutigem Spatenstich?

(Guţu, 335)

 

17. (LIEBESLIED)

 

          Weiß sind die Tulpen; neige dich über mich.

          Die Nacht tauscht Wind für fächelnde Hände ein.

          Sag:

          es werden die Falter schwärmen?

          Sag:

          mein Mund wird der einzige Kelch sein?

          Und du schließt dein Aug vor dem rötlichen Schimmer -

          sag?

 

          Denn diesmal - fühlst du? - läßt dich mein Arm nicht mehr

          in die Welt...

          Weiß sind die Tulpen; neige dich über mich!

 [23. Mai 1942]

(Guţu, 335)

 

18. MÜDIGKEIT

 

          Jenes Licht, die Welt der Käfer

                   stürzt vorbei an meiner Hand.

          Meine Freunde, meine Schläfer:

                   wohin sinkt mein rotes Land?

 

          Du, Versunkenheiten alle

                   sammelnd in dem großen Krug,

          sieh nicht hin, wie ich zerfalle

                   in die Tiefe, die mich trug.

 

          In der Welt aus Rausch und Reben,

                   der ich dien und nicht mehr taug,

          bleibt dein braunes Haar mein Leben,

                   und mein Tod dein grünes Aug.

(Guţu, 336)

 

19. PERLENSCHNUR

 

          Aus lauter schwarzem Frühling sind

          diese Perlen, Kind.

 

          Schweige, ich entriß

          sie der grünen Finsternis.

          Wenn ich dich rühr mit dem Zauberstab,

          leg sie an, nimm sie ab.

 

          Hör: viele, die ich nicht hole,

          werden seltsame Kohle.

 

          So kommt der Große Wanderer denn

          und holt die übrigen.

          Den Nixen schenkt er sie aus den Flüssen.

 

          Ich weiß, ich hätte

          die anderen bringen müssen...

 

          Denn diese lösen sich schon von der Kette.

(Guţu, 339)

 

20. SCHLUMMERMÄNNLEIN (E)

 

          Den Heiligtümern aus Holz

          bereitet ein Männlein die ewigen Feuer.

          Das alle Empörten begrub,

          verhüllt nun das letzte flüchtige Antlitz.

 

          Dann häuft es die Späne der Seelen.

          Dann flackert der eigene Span.

 

          Traumlos reiht sich ihm Wolke an Wolke.

 

          "Ich sah dein Herz auch verblassen am Hügel vor mir.

 

          Mein Aug ist die Blindheit der Tage.

          Mein Welken ihr Wachstum.                          

  (25006-1/42)

 

 

21. SCHÖNER OKTOBER (E)

 

          Den Fähnlein der Sterbenden dämmert ein goldener Funken:

          es richten Soldaten die Gräber am südlichen Wall.

          Vom sonnigen Baum sind die Blätter wie Herzen gesunken.

          Wie schön du bist, Herbst! Wie schwärmerisch, Pauke, dein

                                                                                    /Schall!

 

          Mit rötlichem Laub und mit braunem getarnt die Kanonen!

          Von freundlichen Stätten sich schwinge ein farbiger Tod!

          Und schützt uns der Wald auch nicht mehr und will uns das

                                                               /Feuer nicht schonen:

          so finde das sickernde Blut hier unten ein brüderlich Rot.

 

          Die Fähnlein geschwenkt, ihr Buchen! Begrüßt sei die

                                                                   /feindliche Salve!

          Hier fiel schon gar mancher für das - ach, weiß ichs und

                                                                       /blute für dies?

          Sehr weit, in den Gärten daheim, beim Beet, wo längst welk

                                                                        /ward die Malve,

          streift schwebend ein rötliches Blatt mein Schwesterlein

                                                                                /Annelies.

(25006-1/25)

 

 

22. WEIT (E)

 

          Weit, wo die Zeit noch im Eschenzweig weilt,

          füllt sie das Aug dir mit Dunkel, strömend, wie Eschen es

                                                                                 /lieben.

          Fühlst du: auf alle die Kelche sind unsre Tränen verteilt.

          Flüsternd und Wolken im Haar, sind wir lange im Regen

                                                                              /geblieben.

 

          Lautlos erfuhr nun mein Herz, wie die Herbstnacht verbrannte.

          Ach, mit dem Laub, das du nahmst, zu Träumen und Kränzen

                                                                               /gebogen...

          Hat mit den Blättern geschwebt, der dich rief und dich

                                                                                /kannte?

          Lieb, mit dem rötesten, denk, hast du Zwiesprach

                                                                            /gepflogen...

 

          Nun warst du dort und warst hier. Auf den flüchtenden Kähnen

          streifen die Wimpel den Traum von den Himmeln, den

                                                                              /feuchten.

          Nicht überm Tanz schwirrt das Sternlein, nicht über den

                                                                                 /Tränen...

 

          Das Schneelicht, Kind, das Schneelicht will uns leuchten.

(26006-1/142)

 


[1] Hans-Georg Gadammer, a.a.O., Suhrkamp-Bibliothek, Bd. 352, Frankfurt/Main 1973, S. 128.

[2] Christiane Bohrer, Paul Celan - Bibliographie, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris 1989; Jerry Glenn, Paul Celan. Eine Bibliographie, Harrassowitz, Wiesbaden 1989; Jerry Glenn (University of Cincinnati) / Jeffrey D. Todd (Texas Christian University), Paul Celan: Die zweite Bibliographie (http://polyglot.lss.wisc.edu/german/celan/biblio2/biblio.html).

[3] Brief Celans an Alfred Margul-Sperber vom 30. Juli 1960, in: "Neue Literatur", 7/1975, S. 56.

[4] George Guţu, Die rumänische Koordinate der Lyrik Paul Celans, Dissertation, Leipzig 1977. Im Anhang wurden bis dahin noch unbekannte Briefe und Texte Celans zum ersten  Mal einer breiteren, interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

[5] Paul Celan, Gedichte. 1938-1944. Mit einem Vorwort von Ruth Kraft, Suhrkamp, Frankfurt/Main 1986; Paul Celan, Das Frühwerk, hg. v. Barbara Wiedemann, Suhrkamp, Frankfurt/Main 1989.

[6] Barbara Wiedemann-Wolf, Antschel Paul - Paul Celan. Studien zum Frühwerk, Niemayer, Tübingen 1985; Petre Solomon, Paul Celan. Dimensiunea românească, Kriterion, Bukarest 1987. Zu diesen Beiträgen äußern wir uns in: 1) Petre Solomon. Dimensiunea..., in: "Studia universitatis Babeş-Bolyai", Series Philologica, 2/1988; 2) Ein Buch über Paul Celans "rumänische Dimension", in: "Analele Universităţii din Bucureşti", Seria Filologie, 1988; 3) Forschungsrezeption und Werkverständnis. Zu: Barbara Wiedemann-Wolf, Antschel Paul..., in: "Neue Literatur", 1/1989.

[7] Beda Allemann, Editorisches Nachwort zu: Paul Celan, Gedichte in zwei Bänden, Suhrkamp, Frankfurt/Main 1975, Bd. 2, S. 419.

[8] Tălmăciri ale sonetelor lui Shakespeare, in: "Manuscriptum" (Bukarest), 3/1982, S. 183 - 185 und 4/1982, S. 169-176, kommentiert von Beda Allemann und Rolf Bücher.

[9] Paul Celan, Gesammelte Werke in fünf Bänden, hrsg. von Beda Allemann und Stefan Reichert unter Mitwirkung von Rolf Bücher, Suhrkamp, Frankfurt/Main 1983, Bd. V (im Text und weiter als GW angeführt).

[10] Heinz Stănescu, "Kulturlandschaft Bukowina" und "Fäden ins Nichts gespannt". Zwei Bücher über die deutschsprachige Literatur des Buchenlandes, in: "Südostdeutsche Vierteljahresblätter", 1/1993, S. 29

[11] Siehe: Rolf Michaelis, Paukenschlag im Flüsterhaus. Paul Celans Nachlaß für Marbach: Das Literaturarchiv nach der Wende, in: "Die Zeit", 2. Februar 1990, S. 51 f; ***, Celan-Nachlaß an Marbacher Archiv, in: "Badische Zeitung", 2. Februar 1990, S. 10.

[12] Amy Colin, Paul Celan. Holograms of Darkness, Indiana University Press, Bloomington-Indianapolis 1991.

[13] Markus Fischer, Besprechung von Amy Colin, op. cit., in: "Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft", 2/1993, S. 243.

[14] In: Paul Celan, Das Frühwerk, a.a.O., S. 236.

[15] Jürgen P. Wallmann, Mangel an philologischer Sorgfalt. Zu: Paul Celan, Das Frühwerk, ..., in: "Neue Literatur", 9/1989, S. 56 f.

[15a] Helmut Böttiger: Die Gedichte. Kommentierte Gesamtausgabe in einem Band, in: Deutschlandradio, 23.06.2003 (Zu: Paul Celan: Die Gedichte. Kommentierte Gesamtausgabe in einem Band. Hrsg. v. Barbara Wiedemann. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2010). Diese Anmerkung wurde an dieser Stelle später eingefügt. Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/165862/

[16] Andrei Corbea, Besprechung von Paul Celan, Das Frühwerk, ..., in: Kulturlandschaft Bukowina. Studien zur deutschsprachigen Literatur des Buchenlandes nach 1918, "Jassyer Beiträge zur Germanistik", Band V, Iaşi 1990, S. 271.

[17] George Guţu, Das maschinenschriftliche Konvolut von frühen Gedichten Paul Celans im Bukarester Alfred-Margul-Sperber-Nachlaß, in: "Zeitschrift der Germanisten Rumäniens", 2/1992, S. 83-96.

[18] Ders., Paul Celan, Poezii  (rum. Übers.), in: 1) "România literară", 42/1988, S. 20; 2) "Steaua", 9/1989, S. 29.

[19] Brief Celans an Alfred Margul-Sperber vom 12. September 1962, in: "Neue Literatur", 7/1975, S. 59.

 

[Quelle: http://www.ggr.ro/PCFRGED.htm]

 

www.e-scoala.ro

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