Aus Anlass des Geburtstages von 

Prof. Dr. George Guţu

am 16. März 2014

Prof. Dr. George Guţu beging seinen Geburtstag am 16.03.2014.

Zu diesem Ereignis wurden einige Stellungnahmen und Würdigungen veröffentlicht, während eine große Anzahl von Gratulationen per Brief, E-mail oder Telefonate an ihn gerichtet wurden

Die GGR gratuliert ihrem Präsidenten und wünscht ihm Gesundheit und weiterhin Schaffenskraft in seiner ehrenamtlichen, aufopferungsvollen Tätigkeit zum Gedeihen der Germanistik in Rumänien, zur Festigung der vielfältigen Beziehungen zwischen Rumänien, Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie zwischen Inlands- und Auslandsgermanisten weltweit.

Das Departement für Germanische Sprachen und Literaturen (Institut für Germanistik) der Universität Bukarest schließt sich diesen Glückwünschen in solidarischer Verbundenheit mit dem Jubilar an.

 

 

³ Portrait eines Germanisten - George Guţu. TVR 1, Rumänisches Zentrales Fernsehen 1, Donnerstag, den 10.04.2014, um 16.10-16.20 Uhr (hier ab Minute 52 laufen lassen!) Moderation: Laura Moser

 

 

1. Der Enthusiasmus des Germanisten

Prof. Dr. George Guţu 70 Jahre alt

Von Hans Bergel

Als Prof. Dr. George Guţu nach mehrjährigem Lektorat und fünfjähriger Professur 1998 die Leitung des Bukarester Lehrstuhls für Germanistik übernahm, trat er ein schwieriges Erbe an. Im Zuge des Massenexodus der deutschen Bevölkerung aus Rumänien infolge der politischen Revolution 1989/90 in Ost- und Südosteuropa waren nicht zuletzt jene jungen Deutschen westwärts emigriert, die als so genannte „Muttersprachler“ ehemals dem Lehrstuhl ein bestimmendes Qualitätsgepräge gesichert hatten. Im Unterschied zu ihren rumänischen und anderen Kommilitonen des Deutschen aus Elternhaus und Schule mächtig, fiel ihnen das Studium leichter. Wie würde der Lehrstuhl bei diesem Verlust Niveau und Ansehen im In- und Ausland wahren können?, lautete die Frage, die sich dem 54jährigen, an der Universität zu Leipzig in Sachsen zum Germanisten und Kulturwissenschaftler Ausgebildeten stellte.

Der am 16. März 1944 im einstigen Freihafen und Sitz der Europäischen Donaukommission Galatz geborene George Guţu war als Schüler des „Kogălniceanu“-Lyzeums der interkulturell geprägten Vaterstadt mit Deutsch als Fremdsprache in Berührung gekommen. Etwa ein Jahrzehnt später hatte er als herausragender Student der sächsischen Universität deren Diplom und Auszeichnung entgegen genommen und abermals rund zehn Jahre danach ebendort den Doktortitel mit einer bannbrechenden Untersuchung zum frühen Schaffen des aus der Bukowina stammenden Paul Celan erworben, wobei er bis dahin unbekanntes wertvolles Archivmaterial aus dem Bukarester Alfred-Margul-Sperber-Nachlass ans Tageslicht förderte. Als er 1998 Leiter des Bukarester Germanistik-Lehrstuhls geworden war, begann er eine Tätigkeit, deren wissenschaftliche und pädagogische Vielfalt über die universitären Grenzen hinaus reichte und die Beobachter in Erstaunen versetzte. Sie war, freilich, die Fortsetzung eines Aktivitätspensums, das in die Jahre der Professur zurückreichte.

So hatte George Guţu z. B. bereits 1990 die Gesellschaft der Germanisten Rumäniens und zwei Jahre darauf deren Zeitschrift gegründet, in der seither unter seiner redaktionellen Leistung Dutzende von Fachleuten aus über zwanzig Ländern mit Texten zu Themen der Germanistik zu Wort kamen. Die umfangreichen Bände sind Fundgruben sprach- und literaturwissenschaftlicher sowie -historischer Informationen. Als glückliche Mischung aus methodischer Intelligenz und Blick für das Praktische, aus Neugierde an geistigen Gehalten und Organisationsgabe, drängte es den enorm fleißigen Mann zu steter Ausweitung seiner Aktivitäts-Kreise über den Lehr- und Wissenschaftsbereich hinaus. Abgesehen von seinen Übersetzungen deutscher Autoren ins Rumänische, schuf er die Buchreihe „GGR-Beiträge zur Germanistik“, er rief das Forschungs- und Exzellenzzentrum „Paul Celan“ ins Leben, besorgte die Herausgabe des germanistischen Jahrbuch Rumäniens „transcarpathica“, war Gründungsmitglied des Münchner „Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas“ an der LMU München und veranstaltete Tagungen zu Sonderproblemen der neueren deutschen und rumäniendeutschen Literatur. Gastprofessuren und internationale Konferenzen führten den angesehenen Mann häufig ins Ausland.

Ohne Zweifel ist die nach langer Unterbrechung wieder aufgenommene Tradition der zu internationaler Bedeutung gewachsenen Kongresse der rumänischen Germanisten  d i e  Großleistung George Guţus, erst recht eingedenk des Umstands, dass sich nicht nur Idee, Planung, Vorbereitung und Durchführung auf ihn und wenige Freiwillige beschränkten, sondern auch die Finanzierung das Ergebnis ausschließlich seiner Bemühungen war. 1994, 1997, 2000, 2003, 2006, 2009 und 2012 trafen sich Hunderte von Germanisten aus Europa bis Japan und Amerika in verschiedenen Städten Rumäniens zu Begegnungen wissenschaftlicher Mitteilungen und literarischen Austauschs.

Die Anerkennung dieser außerordentlichen Lebensleistung blieb nicht aus. Die Wahl zum Mitglied u. a. der Weimarer Goethe-Gesellschaft, der Rilke- und der Canetti-Gesellschaft, der Internationalen Vereinigung für Germanistische Wissenschaften, der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik, der Österreichischen Gesellschaft für Literatur u. a. m. belegen es nicht weniger als die 2010 erfolgte Auszeichnung mit dem „Verdienstorden für Kultur im Range eines Ritters“ durch den Staatspräsidenten Rumäniens oder die Verleihung des „Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst“ durch den Präsidenten der Republik Österreich.

Keiner machte die neuere Germanistik Rumäniens in Fachkreisen weltweit so bekannt wie George Guţu. In einer immer schwierigeren Zeit für die Germanistik auch in seinem Land stemmte er sich mit beispielhafter Energie und Umsicht gegen die Entwicklung und verlor trotz fallweiser Rückschläge und Resignation niemals den Enthusiasmus für die deutsche Sprache und Dichtung – zur Herausforderung manches deutschen Germanisten, sei hinzugefügt. Immanuel Kants Wort vom Enthusiasmus, ohne den keine große Leistung möglich ist, darf daher als Motto über dem Leben des Bukarester Professors stehen.

Ad multos annos, mein Freund!

[Quelle: Allgemeine Deutsche Zeitung für RumänienADZ (Bukarest), 14.03.2014, Nr. 5343, 22. Jg.] - siehe dazu de PDF-Datei!

2. Prof. Dr. George Guţu zum 70. Geburtstag

14.03.2014

Der 1944 in Galatz/Galaţi geborene rumänische Germanistikprofessor und Übersetzer begeht am 16. März 2014 seinen 70. Geburtstag.

George Guţu besuchte das Gymnasium in seiner Heimatstadt, ging als Student der Rumänistik und Germanistik nach Bukarest/Bucureşti und setzte seine universitäre Ausbildung in Leipzig fort, die er 1969 mit Auszeichnung abschloss. In Leipzig promovierte er, einige Jahre später (1977), aufgrund einer Fernaspirantur, mit einer Arbeit über Die rumänische Koordinate in der Lyrik Paul Celans zum Dr. phil. Seit 1970 war er als Assistent mit Lehrauftrag und Dozent im Fachbereich Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Bukarest tätig, 1993 wurde er zum Ordinarius für Neuere deutsche Literatur berufen und wirkte bis zu seiner Emeritierung als Leiter des Instituts für Germanistik in der rumänischen Hauptstadt.

Es das bleibende Verdienst von George Guţu, die Germanistik nach der politischen Wende in Rumänien – realiter aus Trümmern – neu aufgebaut zu haben. Mit unermüdlicher Energie hat er sich dieser Aufgabe gewidmet. Von ihm ging bereits 1990 die Initiative zur Gründung der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens aus, deren Präsident er seit nunmehr rund 24 Jahren ist. 1992 rief er die Zeitschrift der Germanisten Rumäniens ins Leben, ein wissenschaftliches Periodikum von Format, an dem Germanisten aus aller Welt mitarbeiten, 1996 erfolgte die Gründung der Schriftenreihe GGR-Beiträge zur Germanistik, deren Herausgeber George Guţu auch heute ist.

Hervorzuheben sind die internationalen Kongresse der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens, die ebenfalls auf eine Initiative von Prof. Guţu zurückzuführen sind und die seit 1994 jedes dritte Jahr in Rumänien in enger Zusammenarbeit mit Institutionen aus dem In- und Ausland, insbesondere mit den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), Bonn, und dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS), München, stattfanden. Erwähnenswert bleiben nicht zuletzt auch Professor Guţus Leistungen im ‚Vermittlungsgewerbe‛: seine kenntnisreichen Aufsätze über deutsche Literatur in rumänischen Kultur- und Publikumszeitschriften und seine ausgezeichneten Übersetzungen deutscher Autoren (u. a. Hermann Hesse, Rose Ausländer, Paul Celan und Hans Bergel) ins Rumänische.

Als Hochschullehrer hat Prof. Guţu zahlreiche Dissertationen zum Problemfeld Deutsche Literatur im südöstlichen Mitteleuropa betreut und sich damit als engagierter Befürworter eines grenzüberschreitenden Dialogs über ein gemeinsames kulturelles Erbe ausgewiesen. Auch durch seine Forschungstätigkeit, seine zahlreichen Publikationen, seine Teilnahme an internationalen Tagungen nach 1990 hat sich George Guţu einen Namen in der scientific community gemacht. 2004/2005 lehrte er als Inhaber des Elias Canetti-Gastlehrstuhls Deutsche Literatur im südöstlichen Mitteleuropa an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, im Wintersemester 2006-2007 nahm er eine Professur an der Universität Rom „La Sapienza“ wahr. 2010 und 2011 hielt er sich als Gastwissenschaftler an der Universität Trier im Rahmen eines von der DFG geförderten Großprojektes zur Inklusion und Exklusion auf.

Ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem rumänischen Orden für Kulturelle Verdienste im Rang eines Ritters und mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Professor Guţu ist Mitglied zahlreicher akademischer Vereine und Gesellschaften – u. a. auch Gründungsmitglied des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians Universität.

Die Zusammenarbeit zwischen dem IKGS und der von ihm geleiteten Gesellschaft der Germanistik Rumäniens verlief auf allen Kooperationsebenen (Forschung, Lehre, gemeinsame Publikationsprojekte, Nachwuchsförderung) vorzüglich. Anlässlich seines 60. Geburtstages veröffentlichte der Verlag des IKGS eine umfangreiche Festschrift für George Guţu: Brücken schlagen. Studien zur deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts (2004). Die Liste mit den Publikationen des Bukarester Germanisten, die für eine nun aus Anlass seines 70. Geburtstages vorbereitete Festschrift im Jahre 2014 erarbeitet wurde, dokumentiert eindrucksvoll die Bandbreite seiner Forschungen und Interessen. Das IKGS wünscht dem Jubilar Gelassenheit der Seele, nimmermüde Arbeitskraft und eiserne Gesundheit. P.M.

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3.

Hermannstädter Zeitung

Deutsches Wochenblatt erscheint jeden Freitag in Sibiu / Hermannstadt, Rumänien

Ein tätiger Mensch

Ausgabe Nr. vom 13. März 2014  (2373)

Herrn Professor George Guţu zum Siebzigsten

 

Es gibt unzählige Frauen und Männer auf der Welt, die in diesem Jahr 70 Jahre alt werden, und davon sicher eine Menge in Rumänien, viele von ihnen leben in Städten, andere leben auf dem Land, sie sind Mütter und Großmütter, Väter und Großväter, Tanten und Onkel,  und einige wiederum sind alleinstehend. Sie alle werden von Familienangehörigen, von Freundinnen und Freunden  oder flüchtigen Bekannten und Nachbarn mit guten Wünschen und kleineren oder größeren Geschenken bedacht. So wird der Jubeltag zu einem schillernden Ereignis und man hat das wohltuende Gefühl, nicht vergessen worden zu sein.

 

Nun kenne ich auch einen Mann, der  in diesem Jahr 70 Jahre alt wird: Sein Geburtstag ist der 16. März und ein Sonntag, was ich sehr gut finde. Begegnet bin ich ihm als Studentin der Anglistik und Germanistik Ende der Siebziger Jahre in Bukarest: Ich stand knapp vor dem Abschluss meines Studiums und war damit beschäftigt, meine Abschlussarbeit über den Roman „Ulysses“ von Joyce zu schreiben. Und er war wohl gerade als frisch Promovierter  zum Hochschullektor an der Germanistik  befördert worden und damit beschäftigt, meinem Jahrgang den Sinn für die rumäniendeutsche Moderne zu öffnen. Er fiel  schon rein äuβerlich aus dem Rahmen: Ein attraktiver, charismatischer Typ, der seine Haare etwas länger trug als für einen rumänischen Akademiker zu sozialistischen Zeiten tunlich gewesen wäre, und der den Schalk in den dunkelbraunen Augen sitzen hatte. Oft zuckte es nur so um seine Lippen und man meinte, ein kleines, diebisches Funkeln in seinen Augen wahrnehmen zu können, so als zwinkerte einem der Schelm persönlich zu. Dazu kam seine stattliche Figur und der Hang, sich stets elegant und doch etwas sportlich zu kleiden.  Bis heute hat sich wenig an seiner Erscheinung verändert: Seine Augen blitzen immer noch schalkhaft und zwinkern einem spitzbübisch zu. Das Haar ist zwar etwas kürzer und lichter geworden, aber das Charisma, die lässige Eleganz und der jugendliche Schwung, das alles ist immer noch da.

Ende der 70-er Jahre war er gerade aus Leipzig, wo er seinen Doktortitel erworben hatte, nach Bukarest zurückgekehrt und machte sich stark für die rumäniendeutsche Literatur als Gegenstand germanistischer Forschung. Sein ganz besonderes Interesse galt zunächst der  Lyrik von Paul Celan, später kam das Werk des großen Meisters aus Weimar hinzu. Sogar die  Kronstädter Skeptiker des vierten Jahres wussten sofort: Das war kein bloßes Steckenpferd von ihm, sondern regelrechte Berufung. Das war bedingungslose Hingabe, die ihn trieb und vollkommener Einsatz akademischer Energie und intellektuellen Könnens.  Er hatte den Mut,  sich mit Autoren und Themen zu befassen, die nicht jedermanns Sache waren und die man aus mehr oder weniger guten Gründen lieber links liegen ließ. Und diesen Mut hat er bis heute nicht verloren.

Es mussten gut und gerne 20 Jahre verstreichen, bis ich ihn am Ende der 90-er wieder persönlich begegnete. Es ist kein Zufall, dass sich diese Begegnung ebenfalls in Bukarest in der Fremdsprachenfakultät in der Pitar-Moş-Straße ereignete: Ich melde mich zum Promotionsstudium an und werde seine Doktorandin; das gebietet mir die  Loyalität meiner „alten“ Bildungsstätte und meines früheren Mentors  gegenüber. Volle sieben Jahre dauert unser gemeinsames Rangeln mit der Wissenschaft, ich schlage mich mit Thomas Mann und dessen Oeuvre herum , während dessen er mich diskret und geschickt an die Kandare nimmt,  denn am Ende soll etwas Vernünftiges herauskommen, wie er immer wieder sagt, und kein Roman.

Ab diesem Zeitpunkt kreuzen sich unsere Wege in regelmäβigen Abschnitten und zwar im Takt der zahlreichen Tagungen und Kongresse, denen er vorsitzt und an denen er sich beteiligt. Und sonst? Man liest und hört Vieles und Gutes über ihn, ein unruhiger Geist, dessen Lebenszweck und Lebenswerk im Lehren und Forschen besteht. Er ist der Germanistik mit jeder Faser seines  Wesens verschrieben und jene ist ihm zu Dank und Ehre verpflichtet.

Rastlos widmet er sich der Herausgabe von Büchern und Zeitschriften,  schafft so nicht nur für den guten Namen des Bukarester Lehrstuhls, den er Jahre lang umsichtig zu leiten gewusst hat, eine solide Basis. Seine eigenen Anliegen stellt er oft hinten an, es geht ihm um die gute Sache  der Germanistik und zwar europaweit. Gastprofessuren machen ihn im Ausland bekannt, Ehrungen und Würdigungen werden ihm berechtigterweise zuteil. Er aber bleibt bescheiden, schreibt seinen Erfolg der guten Zusammenarbeit mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf dem germanistischen Exerzierfeld zu, lehrt und lebt das Beispiel der Kollegialität und des Pflichtbewusstseins vor und setzt sich für den akademischen Nachwuchs ein.

Mit siebzig ist er immer noch der  tätige Mensch, der er schon in seiner Jugend gewesen ist. Er könnte sich Ruhe gönnen, sich zurücklehnen und sich etwas gehen lassen und  genießend  im Geleisteten verweilen,  aber das liegt nicht in seiner Natur, es gehört nicht in seine Lebensplanung, denn noch ist vieles zu bestellen, zu richten und zu schaffen.

In diesem Sinne wünsche ich Professor Dr. George Guţu  alles erdenklich Gute zu seinem siebzigsten Jubeltag. Möge ihm Gesundheit und Kraft beschert sein und möge ihn die Liebe seiner Gattin und die Verbundenheit seiner Kolleginnen und Kollegen auf dem Weg zur Erfüllung seines weiteren Lebenswerkes beständig begleiten!

Carmen Elisabeth PUCHIANU

 

Prof. Dr. George Guțu in Weimar.              Foto: Privat

 

 

www.hermannstaedter.ro/?p=2305

 

Derselbe Text auch in: ADZ / Karpatenrudschau, 25.03.2014. Siehe hier!

 

 

4. Entuziasmul Germanistului. Prof. Dr. George Guţu la 70 de ani

Se întâmplă ca unele personalități din România să fie apreciate în domeniul lor de activitate prin gesturi de colegialitate și solidaritate de breaslă. Este și cazul prof. dr. George Guțu de la Departamentul de Limbi și Literaturi Germanice al Universității din București care recent, la împlinirea vârstei de 70 de ani, a declanșat câteva importante luări de poziție dintre cele mai favorabile, prin care este apreciat aportul său la dezvoltarea germanisticii din țara noastră, în speță de la cea mai prestigioasă instituție din domeniu, Universitatea din București.

1. Un prim material ni-l oferă remarcabilul scriitor german originar din România, dr. honoris causa al Univerității din București, Hans Bergel, fost deținut politic în România anilor 1950/60 și reabilitat după 1989, inclusiv prin conferirea titlului onorific al UB.

Hans Bergel apreciază tenacitatea și spiritul de inițiativă și de sacrificiu al profesorului bucureștean: Când prof. Dr. George Guțu ... a fost ales șef al Catedrei de Germanistică din București, prelua o grea moștenire. În cursul exodului în masă al populației germane din România ca urmare a revoluției politice din 1989/90 din Europa de Est și de Sud, tinerii germani emigraseră spre Occident, ei fiind cei care anterior, prin calitatea lor de vorbitori nativi, asiguraseră înalta calitate a activității catedrei. Spre deosebire de colegii lor români și de alte naționalități, ei vorbeau curent de acasă și de la școală limba germană, studiul germanisticii fiind pentru ei mult mai facil. Cum va reuși oare catedra să-și pătreze nivelul și prestigiul de care se bucura în țară și în străinătate? Aceasta era întrebarea cu care se vedea confruntat profesorul la vârsta sa de 54 de ani... El însuși își desăvârșise calificarea la Universitatea din Leipzig din Saxonia ca germanist și specialist în științe culturale...

Preluând conducerea Catedrei din București, își începea o activitate a cărei diversitate științifică și didactică depășea limitele universitare, uluindu-i pe mulți dintre observatorii săi.

Apoi Bergel trece în revistă cele mai importante dintre inițiativele publicistice și manifestările științifice mai ample organizate de George Guțu în țară și în străinătate, conchizând: “Nimeni nu a făcut cunoscută mai bine germanistica de dată mai recentă din România în toată lumea decât George Guțu. Într-o perioadă din ce în ce mai dificilă și pentru germanistica din țara sa, el s-a opus cu  o energie exemplară și cu o grijă deosebită împotriva involuțiilor și, în ciuda unor momente dificile, de recul, nu și-a pierdut niciodată entuziasmul pentru limba și literatura germană – provocându-i astfel deseori, am spune, pe colegii săi de breaslă din spațiul germanofon. Cuvintele lui Kant depre entuziasmul fără de care nu e posibilă nici o realizare importantă, pot figura drept motto pentru viața profesorului bucureștean. Ad multos anno, drag prieten.”

2. Unul dintre cei mai marcanți reprezentanți ai germanisticii germanilor originari din România, prof. h.c. dr. Peter Motzan subliniază într-un material amplu postat pe site-ul Institutului pentru Cultura și Istoria Germanilor din Sudestul Europei (IKGS) al Universității din München (vezi aici) contribuția deosebită a profesorului Guțu la menținerea și consolidarea relațiilor cu germaniștii de origine germană din România exilați fie dinainte, fie de după 1989. Totodată sunt evocate legăturile sale cu comunitatea științifică internațională: “Prof. Guţu a îndrumat numeroae teze de doctorat pe teme legate de Literatura germană din Europa Centrală, de Est și de Sud, devenind un fervent adept al dialogului transfrontalier referitor la o moștenire culturală comună. Și prin activitatea sa de cercetare, prin numeroasele sale publicații, prin participarea la numeroase sesiuni științifice internaționale de după 1990 prof. Guțu și-a consolidat permanent renumele câștigat în scientific community. În 2004/2005 a fost titularul Catedrei Elias Canetti pentru Studii interculturale din Europa de Est la Universitatea Europeană Viadrina din Frankfurt (Oder), în semestrul de iarnă 2006-2007 a fost profesor oaspete la Universitatea din Roma „La Sapienza“, iar în 2010 și 2011 a fost om de știință invitat la Universitatea din Trier în cadrul unui mare proiect finanțat de DFG despre Incluziune și Excluziune. A fost decorat cu Ordinul pentru Merite Culturale în rang de Cavaler în România și cu Crucea de Onoare Austriacă pentru știință și artă.

3. O fostă studentă și doctorandă a prof. Guțu, devenită ea însăși o personalitate a germanisticii din România, conf. dr. Elisabeth Carmen Puchianu (Brașov), deapănă amintiri mai puțin convenționale despre omul, profesorul și cercetătorul George Guțu (vezi aici), evocând secvențe văzute din perspectiva învățăceilor: “La finele anilor 70 revenise la București de la Leipzig, unde obținuse titlul de doctor și s-a angajat puternic pentru literatura germană din România ca obiect de cercetare germanistică. Interesul său deosebit se axa pe poezia lui Paul Celan. Până și scepticii din anul IV știau precis: Nu era vorba la el doar de un moft trecător, ci de o adevărată chemare. Atașamentul era necondiționat în angajarea deplină a energiei și a capacităților sale intelectuale. Avea curajul de a se preocupa de scriitori și teme care nu erau la îndemâna oricui și care, din anumite motive, mai mult sau mai puțin rezonabile, erau mai degrabă abandonate, nicidecum abordate. Nici până astăzi nu și-a pierdut această cutenzanță.

Au trebuit să treacă 20 de ani pentru a ne revedea după 1989. Și nu a fost deloc o întâmplare că ne-am reîntâlnit la Facultatea de Limbi și Literaturi Străine din București, în str. Pitar Moș. Căutam un conducător de doctorat și profesorul Guțu mi-a devenit îndrumător. Loialitatea față de instituția în care mă formasem și față de mentorul meu îmi permit să spun că au trecut șapte ani de căutări comune – mă preocupau Thomas Mann și opera acestuia, iar el m-a îndrumat cu abilitate, căci în final trebuia să iasă, după cum spunea el, o teză de doctorat și nu un roman.

Din acel moment drumurile noastre s-au tot încrucișat cu regularitate, întâlnindu-ne la numeroasele sesiuni și congrese organizate de el sau de alții. În rest, am auzit multe lucruri bune depre el - un spirit neliniștit, al cărui scop și operă de o viață au constat în predare și cercetare. S-a dedicat germanisticii cu toate fibrele făpturii sale, iar aceasta îi datorează mulțumirile și cinstirea ei deplină.”

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(Erschienen in der elektronischen Zeitung der Universität Bukarest:

TOP UB din 20.03.2014, Internetadresse:

http://topub.unibuc.ro/prof-dr-george-gutu-omagiat-la-implinirea-varstei-de-70-de-ani/)

 


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