IX. Internationaler Kongress der Germanisten Rumäniens

Bucureşti/Bukarest, 4.-7. Juni 2012
 

S E K T I O N  4:

Didaktik des Deutschunterrichts (DaF, DaM, DaU):

Untersektion  4 B:

Agieren und Studieren – wie geht denn das? Alternative Unterrichtsmethoden im Umgang mit Literatur

Anmeldungen sind zu schicken an folgende Adressen:

carmenelisabethp@yahoo.de; gutugeorge@yahoo.de; craciunfischer@yahoo.com

E X P O S É

 

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Agieren und Studieren – wie geht denn das? Alternative Unterrichtsmethoden im Umgang mit Literatur

 

Auf Grund unserer Beobachtungen und Erfahrungen mit Studierenden im Germanistikunterricht lässt sich ein immer größeres Gefälle die Sprachkompetenzen der Studierenden betreffend feststellen, so dass ein klassisches Vorlesungskonzept längst nicht mehr tragbar ist. Es empfiehlt sich auf alternative Methoden, die vor allem ein kreatives Potenzial beinhalten bzw. freisetzen, zurückzugreifen, die sowohl die Implikation der Studierenden als auch der Lehrenden neu definieren. 

Die veränderten Voraussetzungen des gegenwärtigen Germanistikunterrichts an rumänischen Universitäten lassen sich aus theaterpädagogischen Sicht neu einschätzen ausgehend von einigen grundlegenden Überlegungen: 

  • Theater als darstellende Kunst und Pädagogik als wissenschaftliche Disziplin für organisierte Lehr- und Lernprozesse treffen in der Schule sinnvoll aufeinander

  • Theater schafft ein Kommunikationsfeld, das dazu führt, dass man sich zu einer bzw. in einer Sache auf bestimmte Weise verhält, während die Pädagogik zu einem Verhalten der Sache gegenüber verhilft, so dass man sozusagen über der Sache steht. 

Theater und Schule/Studium treffen  dort produktiv auf einander, wo die Absicht verfolgt wird, Kompetenzen zu entwickeln, die für das Überleben der Gesellschaft wichtig sind, so dass soziale und kommunikative Kompetenz am besten in der Spielgemeinschaft entsteht, die sowohl dem didaktischen als auch dem theatralischen Akt eignet. Theater und Schule zielen dem entsprechend beide auf Erziehung, auf Entwicklung von handlungsorientierten Kompetenzen und Fähigkeiten, z.B. Empathie (= das Vermögen, sich in die Handlungsweisen und Emotionen anderer verstehend ein zufühlen/zu versetzen), kritische Reflexion und Selbstreflexion, gesellschaftliches Gruppenverständnis

Das darstellende Spiel bzw. szenisches Lernen als konkrete Lern- und Lehrmethode nicht nur an Schulen sondern auch an Hochschulen verstehen wir als Unterrichtsmethode, die ganzheitliche Lernprozesse in Gang setzt und ein vertieftes Verständnis von Motivationen, Umständen und Interaktionen möglich macht, als Spiel funktioniert und auf Beobachten, Fühlen, Erfahren, Reflektieren beruht und nicht zuletzt ein intensives Lernerlebnis vermittelt, das im Kontext von innovativen Bestrebungen an Schulen und Universitäten von Bedeutung ist. (Vgl. Joseph Meißner: Szenisches Lernen. In: Kronstädter Beiträge zur germanistischen Forschung. Bd. VIII. Kronstadt: aldus 2006, S.146 ff). 

In diesem Sinn bieten wir konkrete Beispiele und Anregungen zum Einsatz des szenischen Lernens im Germanistikunterricht in Form von theaterspezifischen (Aufwärm)Übungen an und deren Einsatz in Unterrichtssituationen, Übungsformen zur Textproduktion im Rahmen des Kreativen Schreibens, Umsetzung lyrischer und/oder epischer (Kurz)Texte in szenisch darzustellende Texte (z. B. Mikrodrama).

Es empfiehlt sich zunächst eine theoretische Diskussion am Rande eines Grundsatzreferats zum Thema Agieren und Studieren – wie geht denn das? Im Rahmen eines (praktischen) Workshops anzuregen. Empfehlenswert auch, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das kreative und produktive Potenzial eines solchen Angebots nutzen und aktiv mitgestalten. Damit Diskussion und Workshop effizient verlaufen, sollte eine minimale (8) bzw. maximale Teilnehmeranzahl (20) festgelegt werden.

 

Doz. Dr. Carmen Elisabeth Puchianu 

Universität Transilvania Braşov

Fakultät für Philologie 

carmenelisabethp@yahoo.de

 

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Anmeldungen auch bei:

Prof. Dr. George Guţu: gutugeorge@yahoo.de

Prof. Dr. Ioana Crăciun-Fischer: craciunfischer@yahoo.com

 

www.e-scoala.ro

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