Babeş-Bolyai-Universität Cluj/Klausenburg

Justus-Liebig-Universität Gießen

Zweigstelle Cluj/Klausenburg der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens

Internationale Tagung, 27.–28.11.2009

Das Barock und die Aufklärung in den deutschsprachigen Literaturen aus Südosteuropa. Zwei Epochen und ihre aktuelle Rezeption im europäischen Kontext

 

Die diesjährige Tagung setzt die Arbeit der beiden vorangegangenen Tagungen fort: Nach den Gesprächen über die theoretischen Grundlagen und über die Anfänge der deutschsprachigen Literaturen aus Südosteuropa im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit wird nun die Periode des Barock und der Aufklärung thematisiert. In Folge der Türkenkriege und der politischen Instabilität verschlechterten sich im 17. Jahrhundert die Existenzbedingungen der Literatur zunehmend: Die eigenständige Kunstproduktion lag fast völlig lahm, nur manche kulturelle Impulse wurden aus Westeuropa aufgenommen, ohne auf diese zu reflektieren. Manche Autoren wie Georgias flohen nach Deutschland, andere folgten veralteten Schreibmustern (wie Georg Kraus). Selbst Martin Opitz, der ein Jahr lang in der damaligen Hauptstadt Siebenbürgens, in Alba Iulia/Karlsburg unterrichtete, vermochte keinen nachhaltigen Aufschwung zu erwirken. Der kulturelle Aufschwung kam erst mit der Verbreitung der Aufklärung: Das Reich der Habsburger schuf eine sichere politische Lage, die zweite-dritte Generation der deutschen Zuwanderer sorgte für eine Renaissance der deutschen Sprache auch in der Kultur und die technisch-zivilisatorische Entwicklung (Druckereien, Theater, Kultursalons) bewirkte die Entstehung neuer literarischer Gattungen.

Die Tagung setzt sich zum Ziel, die multikulturellen Inhalte dieser Epochen, die religiöse Vielfalt und ihren literarischen Niederschlag, die Übernahme und die Weiterentwicklung westeuropäischer Kulturtendenzen, die endogene Entwicklung unterschiedlicher Regionen Südosteuropas (in denen deutschsprachige Literatur produziert wurde) erarbeiten. Besonders begrüßt werden Vorträge, die die Gattungsvielfalt, die Autoren der Zeit, ihre Rezeption im 20. Jahrhundert und das geistige Klima der Zeit behandeln.

Die Organisatoren der Tagung – Prof. Dr. Cora Dietl, Justus-Liebig-Universität Gießen und Prof. Dr. András F. Balogh, Babeş-Bolyai-Universität Cluj/Klausenburg, sowie die Klausenburger Zweigstelle der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (Vorsitz: Doz. Dr. Lucia Gorgoi) – laden zu Vorträgen ein, die Divergenzen thematisieren, Probleme aufwerfen, sowie Phänomene der Multikulturalität und Historizität hinterfragen.

Anmeldungen über:

Andras Balogh, Prof. Dr.: abalogh78@hotmail.com

Lucia Gorgoi, Doz. Dr.: luciagorgoi@hotmail.com 

 

www.e-scoala.ro

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