INSTITUT FÜR GERMANISTIK DER UNIVERSITÄT BUKAREST

GESELLSCHAFT DER GERMANISTEN RUMÄNIENS

RUMÄNISCHER DEUTSCHLEHRERVERBAND

 

 NACHRUF AUF UWE LEHNERS

 

Mit tiefstem Bedauern erfuhren wir vom Ableben Uwe Lehners, des früheren Leiters der Sprachabteilung des Bukarester Goethe-Instituts. Er erlag einer gnadenlosen Krankheit, der er die letzten Jahre in einem aussichtslosen Kampf die Stirne bot.

Uwe Lehners war in unserer Wahrnehmung ein atypischer Beamter: Er war eher unser Kollege und Mitstreiter in Sachen Pflege und Förderung der deutschen Sprache und des Deutschunterrichts in Rumänien. So haben wir ihn erlebt, so werden wir ihn in unserer Erinnerung festhalten.

Uwe Lehners war zwei Jahre Leiter der Pädagogischen Verbindungsarbeit und weitere zwei Jahre Leiter der Sprachabteilung des Goethe-Instituts Bukarest. Davor hatte er 10 Jahre im Goethe-Institut München gearbeitet, wo er als Herausgeber zahlreicher Fernstudieneinheiten zur Lehreraus- und Lehrerfortbildung tätig war. Im von ihm mitgestalteten Fernstudienprojekt "Deutsch als Fremdsprache“ arbeiten bekanntlich seit langem das Deutsche Institut für Fernstudium an der Universität Tübingen / DIFF, die Universität Gesamthochschule Kassel / GhK  und das Goethe-Institut München (GI) unter Beteiligung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) zusammen.

Daher war er bemüht, dieses Projekt der Lehrerfortbildung bzw. -ausbildung anhand dieser Fernstudieneinheiten auch in Rumänien einzuführen. In diesem Sinne hat er landesweit zahlreiche Fortbildungsseminare mit den Autoren der FSE, mit bekannten  Fachmethodikern organisiert und systematisch langfristige Fortbildungskurse durchgeführt, die meisten davon in Zusammenarbeit  mit dem Institut für Germanistik der Universität Bukarest. Dazu gehören: 

- Weiterführung des zweijährigen Qualifizierungskurses für fachfremd unterrichtende Deutschlehrer, die bei Abschluss des Kurses ein anerkanntes Diplom der Universität Bukarest erhielten. (Insgesamt wurden drei Durchgänge realisiert);  

- Junglehrerseminare zur methodischen Vorbereitung der Deutschlehrer auf die Lehramtsprüfungen (Definitivats- bzw. II.-Grad-Prüfung);

- zweijähriger Kurs zur Ausbildung von Multiplikatoren für den Sekundarbereich I und II;

- Kurs zur Ausbildung von Mentoren-Tutoren, die (an den rumänischen Schulen) das pädagogische Praktikum der Studenten betreuen  und Junglehrer weiterbilden;

- Organisation von Workshops zur Erstellung von Curricula für die Definitivats- und II.-Grad-Prüfung (wobei das Goethe-Institut vor allem seinen Beitrag im Bereich Methodik / Didaktik des DaF-Unterrichts erbracht hat).

Im Unterschied zu manchen seiner Kollegen erfüllte Uwe Lehners seine Aufgabe in Rumänien nicht im Auftrag irgendeiner „Kultursendung“, sondern als einer, der Erfahrungen vermittelte, mögliche Lösungen mit seinen rumänischen Fachkollegen besprach und nicht zuletzt durchaus bereit war, rumänische DaF-Erfahrungen anzuerkennen und mit zu berücksichtigen. Stets unterstützte er die Fachveranstaltungen der rumänischen Deutschlehrer und Germanisten, zu denen die Kongresse der Germanisten Rumäniens sowie die Tagungen des Rumänischen Deutschlehrerverbandes gehörten. Er war stets darum bemüht, sich an den Bedürfnissen der rumänischen Deutschlehrer, des spezifischen DaF-Unterrichts in Rumänien zu orientieren, und besaß die seltene Gabe, sich anderen Menschen menschlich anzunähern. Die von ihm mitgestalteten und mit geleiteten Veranstaltungen waren wissenschaftlich angelegt, dennoch locker angenehm, anspruchsvoll und ansprechbar zugleich.

Wir werden sein Fachwissen und seine Menschlichkeit vermissen.

Die rumänischen Germanisten und Deutschlehrer werden ihrem Kollegen und Freund Uwe Lehners stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

Institut für Germanistik der Universität Bukarest

Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - Prof. Dr. George Guţu

Rumänischer Deutschlehrerverband (RDV) - Prof. Ida Alexandrescu


Widerhall, Stimmen:*)

Barbara Ziebell

Dorothea Lévy-Hillerich

Annegret Schmidjell

Ulrich Spät

Teilnehmer des Qualifizierungsprogramms 2003-2005

Ana Irina Pilca

Dieter Kirsch

Marina Frânculescu

Andra Ştefan

Gabriela Linde, Zoe Spineanu, Ana Stan

Kristine Lazăr

Anni Bobu, Regine Muszilek

Simona Trofin, Clara Sisak

Mechthild Gerdes

Karin Gündisch, Ioan Lăzărescu

Marina Frânculescu, Tita Mihaiu

 

Liebe Ioana Fierbinţeanu,
sehr geehrter Herr Prof. George Guţu,

vielen herzlichen Dank für die Benachrichtigungs-Mail zum Tode und zum Nachruf für Uwe Lehners!

Ich bin zutiefst betroffen von diesem frühen Tode von Uwe Lehners!

Mehrere Jahre habe ich im Fernstudium-Projekt eng mit Uwe Lehners zusammengearbeitet.

Bei der Erstellung meiner FSE "Unterrichtsbeobachtung und Lehrerverhalten" hat er mich wunderbar betreut und unermüdlich gekämpft, als die Herausgabe gefährdet war. Mehrmals hat er mich für Multiplikatoren-Seminare nach Bukarest eingeladen und mir Ihr Land und die Menschen und die wunderbare pädagogische Arbeit der rumänischen Kollegen und Kolleginnen nahe gebracht.

Gastfreundlich hat er mich in seiner Wohnung beherbergt und die ganze Zeit ausgezeichnet betreut.

Es waren für mich unvergessliche, erfolgreiche und freudevolle Seminartage!

Im Nachhinein noch einmal ein herzliches Dankeschön an ihn und an Sie alle!

Sein Tod ist ein großer Verlust für uns!

Wie sehr hatte ich ihm nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben
noch eine freudevolle und erfüllte Zeit in seinem geliebten Haus in Frankreich gewünscht!

Ich bin sehr erschüttert und traurig.

Und ich danke Ihnen für den so anerkennenden und wertschätzenden Nachruf!

Anteilnehmende und herzliche Grüße,

Barbara Ziebell

Sehr geehrter Herr Professor Guţu,

ich bin Ihnen unendlich dankbar für Ihren so würdigen und vor allem menschlichen Nachruf für Uwe.

Er hat es wirklich verdient, und ich kann als seine Freundin, ehemalige Kollegin (seit 1970) und Mitkämpferin in Frankreich für mehr Respekt den Ortskräften gegenüber nur unterstreichen, dass er viele von uns in seinem Enthousiamus und Engament mitgerissen hat.

Ich weiss, wie beliebt und anerkannt er in Rumänien war, und dass Sie es schreiben, ist wunderbar.

Seine Initiativen werden weitergetragen, gibt es doch z.B.eine Gruppe von Kollegen

im Studienbegleitenden Deutschunterricht, die von ihm initiiert wurde und die weiterarbeitet, inzwischen an einem Lehrbuch für diese Zielgruppe.

Mit traurigen Grüssen

Liebe Kolleginnen und Kollegen aus Rumänien

Ihnen allen meinen ganz besonderen Dank für den wertschätzenden Nachruf an Uwe Lehners, dessen Tod mich auch sehr erschüttert hat,
ich trauere um ihn, empfinde den Verlust sehr stark.

Morgen werden all seine Freunde zumindest in Gedanken über die Grenzen hinweg verbunden sein: er wird am 4.3.2008 um 8.3O h wird er im Krematorium von Dax, rue Talmon eingeäschert, seine Asche wird dann im Familiengrab in Oldenburg beigesetzt.

Ich denke, dass alle in Liebe für seine Person und und in Achtung vor seiner für alle wertvollen Arbeit, die ja auch in Ihrem Nachruf ganz besonders betont worden ist, an die Zeiten mit ihm denken werden.

Und ihn in liebvoller Erinnerung behalten!

Ich habe mit Uwe Lehners sowohl in Zusammenhang mit dem Fernstudienprojekt als auch mit Seminaraufenthalten in Rumänien und Moldawien viele anregende Arbeitsstunden verbracht und immer wieder wunderbare Gastfreundschaft bei ihm zu Hause erlebt. Er war
einer der allerersten Kollegen, die ich überhaupt beim Goethe-Institut kennen gelernt habe, mir ist, als würde mit ihm auch so etwas wie eine Ära zu Ende gehen.

Ich bin froh, dass ihn in seinen letzten Wochen so viele seiner Freunde und Freundinnen gut begleitet haben!

Und so sehr hätte ich ihm noch erfüllte Tage in seinem Haus gewünscht - er hat so viel erzählt davon!

Mit anteilnehmenden Grüßen an seine Familie und an all seine Freunde, an seine Kolleginnen und Kollegen, an all Menschen, die ein Stück mit ihm gegangen sind, weltweit, viele Jahre hindurch.

Dr. Annegret Schmidjell
Fortbilderin für Goethe-Institute
Seehausen b. Murnau

Sehr geehrter Herr Prof. Guţu,


besten Dank für die traurige Nachricht  vom Tod von  Uwe Lehners, die ich von Ihnen zuerst erhalten habe.

Sie wissen, dass ich 2004 kurze Zeit, genau 5 Monate, der Nachfolger auf Abruf von Uwe im Goethe-Institut Bukarest war  (größtenteils während der Zeit Ihrer Tätigkeit an der Universität Viadrina in Frankfurt/O). Persönlich kannten wir uns zwar nur aus gelegentlichen Begegnungen innerhalb der Goethe-Organisation, aber ich wusste von seiner Arbeit in Frankreich und von seinen Verdiensten um das Riesenprojekt "Fernstudienbriefe", das er in München betreute. Bei meiner Tätigkeit in Bukarest, die ich wegen seiner plötzlichen Erkrankung ohne eine Möglichkeit zu einer geordneten Geschäftsübergabe übernommen hatte, habe ich auf Schritt und Tritt Spuren seines engagierten, segensreichen,  im Interesse der schnellen Hilfe oft sehr spontanen und unbürokratischen  Einsatzes für Deutsch in Rumänien gefunden.

Ich freue mich deshalb besonders, dass er in Rumänien eine so große, treue und dankbare Gemeinde von Freunden und "Fans" hat. Nicht alle Menschen in solchen wenig definierten und in der Ausgestaltung fast ausschließlich von der jeweiligen Persönlichkeit abhängigen Positionen bringen das gleiche Einfühlungsvermögen für Land und Leute  und die gleiche Hingabe an ihre Tätigkeit mit, wie wir das bei Uwe Lehners in der persönlichen und institutionellen Zusammenarbeit  kennen lernen durften.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Spät (München)

Sehr geehrter Herr Professor Guţu,

 

ich habe mit großer Traurigkeit den Nachruf auf Uwe Lehners gelesen.

Ich und meine Kollegen und Kolleginnen des Qualifizierungsprogramms (3. Phase) bedanken uns für Ihren so würdigen Nachruf.  

Herr Uwe Lehners war für uns viel mehr als der Leiter des Qualifizprogramms. Uwe Lehners hat uns mit seinem freundlichen Wesen und mit seiner pädagogischen Begabung den Weg zu einem erfolgreichen Unterricht gezeigt und uns ständig während der Präsenzphasen begleitet. Wir haben ihn auch während unserer letzten Präsenzphase sehr vermisst, denn die Krankheit hat ihm nicht mehr erlaubt, bei uns zu sein.

Uwe Lehners bleibt für uns ein Vorbild als Mensch und Lehrer und wir hoffen, dass seine Seele uns von da oben beobachtet und weiter unterstützt. Wir können unsere Dankbarkeit wie damals nur mit sehr einfachen Worten ausdrücken, aber sie kommen aus unserem ganzen Herzen: Danke, Uwe!

Mit traurigen Grüssen,

die Teilnehmer des Qualifizierungsprogramms 2003-2005:

Jeno Balazs, Luminiţa Burger, Cristina Cinatti, Mihaela Cioban, Erzsebet Csibi, Adriana Dimitriu, Carol Farbas, Silvia Farcas, Gidro Hajnalka, Diana Hurduzeu, Betti Illycs,  Elena Olteanu, Tatiana Petrica, Ana Irina Pilca, Cora  Rusulet, Sava Marieta, Carmen  Szurovszky, Magit/Pixi  Tofalvi, Gina Tudor.

 

PS:  Ich hätte eine Bitte an Sie. Wenn Sie diese Email von den Teilnehmern des Qualifizprogramms auf der Internetseite veröffentlichen können, würde ich Sie bitten, sie von allen Teilnehmern unterschreiben zu lassen, und nicht mich persönlich zu erwähnen.

Ich bedanke mich sehr bei Ihnen.

Ana Irina Pilca

[G.G.: Die Namen der TeilnehmerInnen wurden uns von Kollegin Pilca zugeschickt. Sie wurden oben nachträglich hinzugefügt.]

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Guţu,

ich habe gestern erst vom Tode Uwe Lehners gehört. Ich bin erschüttert, da ich gerade in Rumänien und für dieses Land mit Uwe sehr schöne Projekte realisieren konnte. Leider wurde ihm diese Arbeit nicht gedankt. Die Worte, die ich für ihn in  meiner aufgewühlten Tiefe fand füge ich an diese Mail. Ich habe meinen Nachruf auch Marina Frânculescu zukommen lassen. Sie wird die Multiplikatoren des Primarbereichs bitten, ihn mitzutragen. Sie werden von ihnen hören.

Ich würde mich freuen, wenn das, was Uwe noch angestoßen hat, "Der grüne Spatz", das Lehrwerk für das vierte Schuljahr, doch noch der Ablage in einer Schublade entkommen könnte.

Mit freundlichem Gruß

Dieter Kirsch (Seehausen)

***

„Man liest, man spielt.

Der Fortschritt seinen Einzug hielt.“

So endet  „Der lila Skorpion“. Er hat die Welt des rumänischen frühen Fremdsprachenlernens verändert, wie der lila Skorpion auch die seiner Protagonisten Alex und Claudia verändert hat.

Zum ersten Mal wird in einem rumänischen Lehrwerk versucht, durch eine Geschichte die Neugier und das Interesse von Kindern zu nutzen, um eine fremde Sprache zu lernen, um sie über das Sprachenlernen in eine zweite Sozialisation zu führen.

Warum ich das schreibe? Weil der Türöffner für die Umsetzung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in die rumänische Schulpraxis Uwe Lehners war. Weil all das, was die Nachrufe und Stimmen zum Tode Uwe Lehners an ihm herausheben an diesem einen von vielen Projekten, die ich, zusammen mit ihm, angeregt von ihm, betreuen konnte, so prachtvoll konkret wird. Wie oft sollte die Tür zugeschlagen werden aus widrigen, unkompetenten Gründen. Immer wieder schob er seinen Fuß in die Tür, hielt er sie offen, kreativ, unbürokratisch nach Lösungen suchend und sie zäh umsetzend. Immer wieder schaffte er es auch, locker, mit dem ihm eigenen trockenen nordischen Humor menschlich knifflige Situationen zu entschärfen. Und mit Weitblick sah er, was sich in Schule und Lehrerschaft ändern musste, damit „der Fortschritt seinen Einzug hielt“. Mit den „MultiPrims“ plante und organisierte er die veränderte Zukunft. Und zerbrach daran.

Dem „lila Skorpion“ sollte ein „grüner Spatz“ folgen. Über die bunten Tiere, die zu einem bunten Sprachlernen führen sollen, legt sich das schwarze Tuch einer großen Trauer. Einen Zipfel dieses Tuchs zu packen, es wegzuziehen, das wäre ein ehrendes lebendiges Gedenken.

Dieter Kirsch

Eine Tür ist für immer zu ...

Ja, Uwes Tür stand immer offen. Man konnte immer herein, es war eine Tür hinter der man vieles fand - mal waren es die Wasserwelten, mal Herzliche Grüße, mal Was im Gedächtnis bleibt. Und die bunten Tiere ... ja, die waren auch da, Der lila Skorpion und Der grüne Spatz, sie sollten die Kinder in die Welt der deutschen Sprache begleiten ...

Projekte, Ausstellungen, Lehrwerke, Fortbildungsseminare, Tagungen, Treffen mit Schriftstellern und Kabarettisten, Zeitschriften, Fernstudieneinheiten, kreative Ideen, gute Worte,
das alles und noch viel mehr, das betreute der große, gute, liebe Uwe.

Nach seinem Wunsch sollte ich Die Bremer Stadtmusikanten mit meinen kleinen Schülern und Schülerinnen aufführen, da solle er bestimmt zur Premiere kommen! Es ist aber nicht mehr dazugekommen, er hat die Tür zugemacht, ... für immer.

Marina Frânculescu
Multiplikatorin im Primarbereich

Leider gibt es auch Augenblicke, in denen man  nur sehr wenig sagen oder schreiben kann, denn kein Wort wird den Schmerz ausdrücken können.

Nach langer und schwerer Krankheit ist Uwe von uns gegangen. Ein wunderbarer Kollege ist nicht mehr unter uns. Sein großes und liebevolles Herz hat so früh aufgehört zu schlagen. Nun hat er seinen Frieden gefunden. In unseren Herzen wird ER ewig weiterleben und wir werden ihn immer vermissen.

Andra Ştefan

Unsere Herzen trauern, seit uns die Nachricht vom Ableben von Uwe Lehners ereilte. Er wird in unseren Gedanken für immer als Wegweiser, Mentor, Lehrer und Freund verbleiben.


Gabriela Linde
Zoe Spineanu
Ana Stan

Sehr geehrter Herr Professor Guţu,

Ihre Worte über Uwe Lehners haben mich tief beeindruckt, und ich finde Ihre Initiative, weitere Nachrufe aufzunehmen, sehr schön.

Ich  selbst habe einge Zeilen über Uwe Lehners verfasst und hätte die große Bitte an Sie, sie ins Netz zu setzen.  

Mit bestem Dank und schönen Grüßen

Ihre

Dr. Kristine Lazăr

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„Was im Gedächtnis bleibt“

hieß eine der wichtigsten Ausstellungen, die Uwe Lehners für Deutschlernende in Rumänien organisiert hat.

Für viele von uns bleibt er der wertvolle Mensch, nicht nur der Vorgesetzte, sondern auch der verständnisvolle und hilfsbereite erfahrene Freund. Während unserer Zusammenarbeit fühlte mich immer verstanden, beraten und gut aufgehoben. Und ebenso wie mir erging es doch allen rumänischen Deutschlehrern.

Nie haben wir mit so viel und mit so großer Energie arbeiten und lernen können als zu seiner Zeit. Seine positive Energie, seine Ausstrahlung, seine anspornenden Worte haben uns dazu veranlasst, unser Bestes zu geben, begeistert und schonungslos bis spät zu arbeiten, um Angefangenes zu Ende zu führen. So kamen drei Theaterfestivals für Deutschlerner, zwei Multiplikatorenlehrgänge im Sekundarbereich, einer in Rumänien und einer in der Republik Moldova, drei Junglehrerseminare und zahlreiche andere Projekte zustande.

Wir MultiplikatorInnen kamen in den Genuss seiner fachlichen Betreuung, aber darüber hinaus gelang es ihm, unser Selbstbewusstsein zu stärken und uns Mut zu machen. Zum ersten Mal wurden in Rumänien Fortbildungskonzepte erarbeitet, die die rumänischen Lehrbücher und die Fernstudieneinheiten miteinander verbanden, die das Handwerkzeug der rumänischen Multiplikatoren darstellen sollten, um junge wie ältere Deutschlehrer fortzubilden.

In unser aller Gedächtnis bleibt Uwe Lehners insbesondere als derjenige, der alles tat, um in uns den Wunsch zu entfachen, uns weiterhin unermüdlich in den Dienst der Pflege und Verbreitung der deutschen Sprache in unserem Land zu stellen.

Dr. Kristine Lazăr

Fortbilderin im Sekundarbereich

Sehr geehrter Herr Guţu,
 
ich habe es mir erlaubt mich an Sie zu wenden, weil ich Ihren Nachruf auf Uwe Lehners gelesen habe und weil ich weiß, wie sehr Sie ihn geschätzt haben. Ich schreibe Ihnen im Namen der zweiten Fortbilderserie, die Uwe Lehners, dem Pädagoden, aber auch Uwe Lehners, dem MENSCHEN, so viel zu verdanken hat. 
Meinen herzlichsten Dank für Ihr Verständnis,


Anni Bobu

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„Moin, Moin“ – wir denken, so wurde Uwe auch dort begrüßt, wo er jetzt hingereist ist.

Es kann ja gar nicht anders sein, denn Uwe hat allen das Gefühl des Zuhauseseins, des Vertrautseins unter Gleichgesinnten vermittelt.

Wir, „die jungen Hasen“ (zweite Fortbilderserie), haben durch Uwe ein neues Deutsch erlernt, oder mindestens eine neue Art, Deutsch zu unterrichten.

Mit viel Arbeit, aber auch mit Spaß haben wir für diese neue Auffassung vom Beruf des Deutschlehrers unser Herz geöffnet. Uwe war allgegenwärtig: Ob er mal auf dem Flur im zweiten Stockwerk des Goetheinstituts (Bukarest) stand und uns, oft unbemerkt, beim Arbeiten zusah, ein anderes Mal im Seminarraum mit uns saß oder für uns wiederum bekannte Persönlichkeiten der Germanistik einlud, damit wir uns leichter in dem für uns schier überwältigenden Übermaß an Informationen zurechtfinden konnten, wussten wir sehr wohl, dass er da war und jeden Fortschritt, den wir auf unserem oft schwierigen Weg zum Fortbilder machten, mit innerer Anteilnahme wahrnahm und sich darüber freute.

Kein anderer hat uns so gut verstanden, wie Uwe es zu tun vermochte. Er wusste, wie schwer es uns oft war, von unseren Schulen freigestellt zu werden, er wusste, wie weit wir oft herreisen mussten, um an den Goetheseminaren teilzunehmen. Seine persönliche Mitbeteiligung an unserem rumänischen „Lehrerschicksal“ war einfach beeindruckend. Wenn wir dennoch den Mut und die Kraft fanden durchzuhalten, so verdanken wir es Uwe.

Es sei nun leise gesagt: „Uwe, Moin, Moin!“

(Im Namen der „jungen Hasen“ von Anni Bobu und Regine Muszilek verfasst.)

Sehr geehrter Herr Professor Guţu,

im Namen der Multiprims, die Uwe über alles gefördert liebevoll und fachkompetent betreut hat, gedenken wir seiner. Worte haben viel zu wenig Aussagekraft, um seine Persönlichkeit und menschliche Würde nuancieren zu können.

 

Mit herzlichem Dank

Ihre

Simona Trofin

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Eine Tür ist zu und eine Welt bleibt für immer offen!

Für uns, für unsere Schüler, für „ das frühe Deutsch", für Märchen, Geschichten und Hoffnungen!

Wir – die Multiprims sind betroffen, viele von uns arbeiteten, arbeiten und werden weiterarbeiten mit der Hoffnung auf eine „bunte" – freundliche Zukunft des Deutschunterrichts.

Wir danken allen, die Uwe nicht vergessen haben und seine Arbeit-Anwesenheit bei uns würdigten. Die "veränderte Zukunft" werden hoffentlich unsere Schüler freudig miterleben! Wir hoffen auf einen farbigen, freudigen Deutschunterricht im Sinne von Uwe!

Clara Sisak und Simona Trofin, im Namen der Multiprims!

Sehr geehrter Herr Professor Guţu,

ich bin ehemalige Lektorin im Langenscheidt Verlag und habe mehr als 10 Jahre mit Uwe Lehners am Fernstudienprojekt gearbeitet. Ich bin sehr berührt von Ihrem "Nachruf auf Uwe Lehners", danke Ihnen sehr  für Ihre ausführliche Darstellung seiner Verdienste und bemühungen  und schicke Ihnen dazu meine angehängte Stellungnahme. Es wäre schön, wenn Sie diese auch unter "Widerhall, Stimmen" auf Ihre Homepage aufnehmen könnten.

Mit Dank für Ihre Bemühungen und in gemeinsamer Verbundenheit im Gedenken an Uwe Lehners verbleibe ich

 

Verlagslektorin i.R.

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Sehr geehrter Herr Professsor Guţu,

„Hier ist Uwe!“- Diesen Satz mit besonders tiefer Stimme und langsam gesprochen und mit besonders lang gezogenem „U“ bei „Uwe“ werde ich nun nie wieder hören.... Diese Tatsache und die Berichte über Uwes letzte schwere Zeit machen mich sehr traurig und lassen mich nicht los. Und beides veranlasst mich, obwohl ich Außenstehende, d.h. nicht Mitarbeiterin im Goethe-Institut bin, mich dennoch in die vielfältige Trauerklage über Uwes Sterben und Tod einzureihen. Als Verlagslektorin im Langenscheidt Verlag, die dort zuständig war für die Betreuung und Produktion aller generellen (nicht der regionalen) Fernstudieneinheiten des Fernstudienprogramms, habe ich mehr als 10 Jahre eng mit Uwe zusammen gearbeitet. Daher kann ich mit Fug und Recht sagen (und erlaube mir, in dieser Hinsicht die entsprechenden Ausführungen in Ihrem Nachruf auf Uwe Lehners ein wenig zu modifizieren): Ohne Uwe wäre das Mammut-Fernstudienprojekt nie auf die Beine gekommen. Es gäbe heute wahrscheinlich einige versprengte Einzeltitel, mehr nicht. Zwar waren neben dem Goethe Institut und dem Deutschen Institut für Fernstudien (DIFF) auch die Gesamthochschule Kassel für bestimmte Teile des Gesamtprogramms zuständig. Aber das DIFF konnte nur einen einzigen Titel publizieren und fiel in der Folgezeit völlig aus und die Gesamthochschule Kassel war aus Budget-Gründen personell nur in begrenztem Maße einsatzfähig, so dass neben dem umfangreichen GI-Titel-Programm die meisten DIFF-Titel, aber auch einige wenige GHK-Titel von Uwe Lehners betreut und realisiert wurden.

Er war der zentrale Motor in diesem äußerst komplexen und vielfältigen Produktionsprozess: engagiert und unaufhörlich bis zur Erschöpfung (man darf seinen ersten Herzinfarkt durchaus in diesem Zusammenhang sehen) und mit Leidenschaft arbeitete er an dem vielfältig verzweigten Netz von verschiedenen Titeln und deren verschiedenen Produktionsfassungen. Wie ein Jongleur koordinierte und aktivierte er unentwegt die verschiedensten Arbeitsgruppen an den vielfältigen Titelfassungen. Er war der geborene „Büchermacher“: fachlich hochkompetent, sehr erfahren in den verschiedenen Techniken und Stadien der Buchentwicklung und Herstellung, immer sehr sorgfältig und genau arbeitend mit hohem Qualitätsanspruch, immer aber auch flexibel und offen für Verbesserungen im technischen Produktionsprozess, so weit das im Rahmen der organisatorischen finanziellen und fachlichen Gegebenheiten des Goethe-Instituts möglich war.

Heute ist so häufig von den notwendigen sozialen und kommunikativen Kompetenzen bei Profilanforderungen die Rede: Uwe Lehners besaß diese Fähigkeiten in außergewöhnlichem Maße; er war das Gegenteil von einem Technokraten ( was die Zusammenarbeit mit ihm für diejenigen im Institut, die für finanzielle Verwaltungsaufgaben zuständig waren, nicht immer leicht machte). Ich habe immer wieder bewundert, wie er ausgleichend, tolerant und respektvoll, mit Humor und Gelassenheit zwischen den oft sehr unterschiedlichen Interessen und Kompetenzen von Autoren, der Goethe-Zentrale, der Gesamthochschule Kassel, dem DIFF, den Redakteuren, Bearbeitern, dem Produktionsteam und Verlag vermitteln und fast immer eine für alle Seiten akzeptable Lösung finden konnte.

Um so mehr hat seine „Crew“, mit der er viele Jahre an dem Mammutprojekt erfolgreich zusammenarbeitete, seinerzeit sehr bedauert, dass die Versetzung in einen ganz anderen Wirkungsbereich nach Rumänien unvermeidlich geworden war.

Ich bin traurig, dass er sein geliebtes Haus in Frankreich nur viel zu kurz genießen konnte und ich bin sehr dankbar, dass ich die 10 Jahre mit ihm zusammen arbeiten durfte.

Mechthild Gerdes                                  München, den 13.3.08

Nachruf auf Uwe Lehners

Ach, Uwe! Dein Tod tut weh. Wir wussten Dich in Deinem Haus in Frankreich und hofften, dass es Dir gut ginge. Und nun der Tod. Wir schätzten Dich als Fachmann und als Menschen und haben gerne mit Dir zusammengearbeitet. Was war das doch für ein schönes, sinnvolles Projekt, diese Ausstellung „Was im Gedächtnis bleibt“! Wie viele junge Menschen haben sich begeistert daran beteiligt! Der Saal im damaligen Goethe-Institut war berstend voll bei der Lesung aus dem Buch zur Ausstellung, das wir gemeinsam herausgegeben haben. Das Interesse des Publikums war riesig und ging über den reinen Sprachunterricht hinaus. Du hast Anregungen gegeben, die in Rumänien auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Du, lieber Uwe, wirst uns im Gedächtnis bleiben als ein herzensguter, liebenswürdiger, kluger Mensch und als ein Freund, der uns viel zu früh verloren gegangen ist.

Karin Gündisch (Bad Krozingen) und Ioan Lăzărescu (Bukarest)

Wer er war bzw. was alles nicht gewesen wäre, wenn Uwe nicht dahinter gestanden hätte.

Der unkomplizierte Herr des GI Bukarest. So lernten wir Uwe Lehners kennen und so erlebten wir ihn in den Jahren, wo er beratend und unterstützend die Arbeit unserer Gruppe begleitete. Es gab für Uwe keinen Termin, den er nicht mit uns wahrgenommen hätte, kein Projekt, das er nicht zum Laufen gebracht hätte.

Mit seiner Unterstützung hat die Multiplikatorengruppe „Primarbereich“ es geschafft, zwei Projekte ins Leben zu rufen – leider konnten diese aus verschiedenen Gründen nicht am Leben gehalten werden. „Der lila Skorpion“ und „Der grüne Spatz“, zwei Lehrbücher für Deutsch als Fremdsprache im Primarbereich, waren immer wieder ein Grund, um nach Bukarest zu fahren, Uwe zu treffen und unter der Leitung von Dieter Kirsch und Patricia Chighini, deren „Mitwirken“ in der Gruppe ebenfalls durch Uwe Lehners gefördert wurde, an einem etwas anderen Lehrwerk zu arbeiten. Uwe Lehners stand dahinter, Uwe Lehners half und unterstützte, wo er konnte. Uwe Lehners hat Probefassungen drucken lassen, Uwe Lehners hatte den „Lila Skorpion“ quasi adoptiert. Jedoch gelang es nicht, dass sich die staatlichen rumänischen Stellen das Projekt rechtzeitig zueigen machten. Uwe Lehners Zeit in Bukarest ging zu Ende, die Projekte blieben liegen und es ist auch angesichts seines Todes nicht damit zu rechnen, dass sie noch verwirklicht werden könnten. Was aber bleibt, ist die Erinnerung aller Beteiligten an eine innovative Teamarbeit an schönen und sinnvollen Projekten und an Uwe Lehners, der dies ermöglicht hat.

Ist die Welt, in die er sich nun begeben hat, eine bessere, eine dankbarere Welt? Keiner wird wohl die Antwort darauf wissen. Eines wissen wir auf alle Fälle: dass wir ihm leider keine bessere, dankbarere Welt zu bieten vermochten.

Marina Frânculescu – Bucureşti / Bukarest (Rumänien)

Tita Mihaiu – Sibiu/Hermannstadt (Rumänien)


*) An dieser Stelle veröffentlichen wir (in der Reihenfolge ihres Eintreffens) Stellungnahmen und Reaktionen auf dieses traurige Ereignis. Bitte lesen Sie den jeweiligen Text vor oder nach dem betreffenden Namen! (GGR)

www.e-scoala.ro

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