MUZEUL NAŢIONAL AL LITERATURII ROMÂNE (MNLR)

NATIONALES MUSEUM FÜR RUMÄNISCHE LITERATUR (NMRL)

în colaborare cu

in Zusammenarbeit mit

Societatea Germaniştilor din România (S.G.R.)

Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR)

Centrul de Cercetare şi Excelenţă "Paul Celan" al Catedrei de Limbi Germanice a Universităţii din Bucureşti

Forschungs- und Exzellenzzentrum "Paul Celan" des Instituts für Germanistik der Universität Bukarest

 

 

 ECOURI de la / WIDERHALL von

 

COLOCVIUL ŞI EXPOZIŢIA "PAUL CELAN"

KOLLOQUIUM UND AUSSTELLUNG "PAUL CELAN"

 

Paul Celan im Alter von 18 Jahren (Passfoto, 1938)

 

Bucureşti, 10-11 decembrie 2009

Bukarest, 10.-11. Dezember 2009

(Important: Expoziţia poate fi vizionată până in

14 ianuarie 2010!

Die Ausstellung kann bis 14. Januar 2010 noch gesehen werden!)

 

Locul evenimentului / Austragungsort:

Rotonda Muzeului Literaturii Române

Runder Saal des Museums für Rumänische Literatur

B-dul Dacia nr. 12

 Limba de lucru: română / Arbeitssprache: Rumänisch

 

Vizionaţi afişul!

  Program în limba română

  Programm in deutscher Sprache

 

ECOURI - WIDERHALL

1. http://www.observatorcultural.ro/La-zi*articleID_22889-articles_details.html

2. http://bucuresti.24fun.ro/evenimente/paul_celan_si_meridianul

     sau_in_arhiva_alfred_margul_sperber-9131.html

3. http://www.mlr.ro/new_pages/evenimente.php

4. http://www.121.ro/calendar_evenimente/social/eveniment_zilele-paul-celan-la-m-n-l-r.html

5. Interview mit George Guţu für den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender TVR Cultural aus Anlass des Rundtischgesprächs "Rădăcini ale (post)modernităţii în poezia lui Paul Celan" [Wurzeln der (Post)Moderne in Paul Celans Lyrik] und der Eröffnung der Ausstellung "Paul Celan şi Meridianul său în Arhiva Alfred Margul-Sperber" [Paul Celan und sein Meridian im Alfred-Margul-Sperber-Nachlass] vom 10.-11. Dezember 2009 im Muzeul Naţional al Literaturii Române. Aufnahme: 11. Dezember 2009. Gesendet im "Jurnal cultural" am 12.12.2009, um 19.15 Uhr.

6. Interview mit George Guţu für den zentralen Rundfunksender Radio România Cultural zur Rezeption Paul Celans in Rumänien und zur deutschsprachigen Bukowiner Lyrik-Landschaft. Redakteur: Constantin Cristian Bleotu. Aufnahme: 11. Dezember 2009. Gesendet am 13.12.2009, um 12.00 Uhr, in der Sendung: "Ora de literatură" (Stunde der Literatur).

7. Paul Celan im Nachlass von Alfred Margul-Sperber
Rundtischgespräch und Dokumentarausstellung zu Leben und Werk von Paul Celan im Nationalmuseum für Rumänische Literatur / Von
Maria Irod
(http://www.adz.ro/kultur.htm vom 19.12.2009) oder auch hier ¯:

Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien

Samstag, 19. 12. 2009

Kultur

Paul Celan im Nachlass von Alfred Margul-Sperber
Rundtischgespräch und Dokumentarausstellung zu Leben und Werk von Paul Celan im Nationalmuseum für Rumänische Literatur / Von
Maria Irod

Nach der internationalen wissenschaftlichen Tagung zu Paul Celan im Rahmen des George-Enescu-Festivals im September fand vom 10. bis11. Dezember im Nationalmuseum für Rumänische Literatur (MNLR) in Bukarest eine weitere niveauvolle germanistische und – diesmal auch – museale Veranstaltung statt, die aus einem Rundtischgespräch zum Thema „(Post)Modernistische Wurzeln in der Lyrik Paul Celans“ und einer reichhaltigen Dokumentarausstellung „Paul Celan und sein Meridian im Alfred-Margul-Sperber-Nachlass“ bestand.

Diskussionsbeiträge lieferten zur ersten, von Prof. George Gutu geleiteten Veranstaltung Andrei Corbea-Hoişie (Jassy), Stefan Hostiuc (Czernowitz), Grete Tartler (Bukarest), Mircea Ţuglea (Constanta) und Gabriel Horaţiu Decuble (Bukarest). Der angemeldete Dichter und Essayist Dieter Schlesak konnte leider nicht anreisen, dennoch schickte er seinen thematischen Beitrag schriftlich zu, aus dem wichtige Stellen verlesen wurden.

In der Diskussion wurden nach einem informativen Überblick zur Biografie von Celan (Guţu) folgende Aspekte angegangen und vertieft: Hintergründe und Ursprünge des Menschen und Dichters Paul Celan – die Bukowina und ihre deutschsprachige Literaturlandschaft als Phänomen in der liminalen Spannung zwischen Peripherie/Rand und Zentrum/Metropole, zwischen Deutsch- und Mehrsprachigkeit (Corbea-Hoişie); Aspekte der Rezeption Celans im ukrainischen Czernowitz und die Kerngedanken seiner poetologischen Reflexionen in der „Meridian“-Rede (Hostiuc); die sprachlich interdisziplinären und intuitiven sowie kognitiven Voraussetzungen für das Verständnis des Celanschen Oeuvres, nicht zuletzt der jahrelange Mangel an Bereitschaft westlicher Celan-Exegeten, die östlichen Kultur- und Bildungserfahrungen des bukowinischen Dichters als konstitutiven Bestandteil und als Schlüssel zu seinem Werk anzuerkennen und zu erforschen (Schlesak); die im Sinne der „dialogischen Hermeneutik“ Gadamers eruierbaren (post)modernistischen Wurzeln Celans im Werk rumänischer Dichter der Avantgarde und des Surrealismus im dynamisch-kommunikativen Subjekt-Objekt-Verhältnis (Ţuglea); die versteckt-integrierten musikalischen Strukturen in mehreren Celan-Gedichten, nicht nur in der „Todesfuge“, und die expressiven semiotisch-polyfonischen Sprachkombinationen als origineller Beitrag Celans zum Kanonwandel in der deutschsprachigen Lyrik (Tartler), sowie der hermeneutisch bedingte „Lichtzwang“ für den translatorischen Zugang Celans zum poetischen Werk wahlverwandtschaftlich oder auch zum Broterwerb ausgewählter Autoren und Werke der Weltliteratur (Decuble).

Die von George Guţu, dem jahrzehntelang im MNLR tätigen Celan-Fachmann, mit beeindruckender Sachkenntnis konzipierte, zusammengestellte und vorgestellte Dokumentarausstellung, die noch bis 14. Januar 2010 zu sehen ist, besteht aus anschaulichen Tafeln, die im Museum befindliche Manu- und Typoskripte, Bücher mit Widmungen und Ansichten aus dem sozial-geschichtlichen Umfeld des frühen Celan zeigen. Das Material wurde konzeptionell streng logisch und entstehungsgeschichtlich angeordnet, um folgende thematische Bereiche zu illustrieren: Das Buchenland/die Bukowina als historische Region bis zum Niedergang ihrer interkulturellen Tradition infolge von Krieg und Holocaust; die komplexe, kulturfördernde Gestalt Alfred Margul-Sperbers, des Mentors bukowinischer Autoren; den Bukowiner Dichterkreis und die legendäre „’Buche’. Anthologie deutschsprachiger Judendichtung aus der Bukowina“, die erst 2009 im IKGS-Verlag in München herausgegeben wurde; das Debüt Celans in rumänischer Übersetzung mit „Tangoul Morţii“ und das im gleichen Jahr 1947 erfolgte Debüt in deutscher Sprache in der Bukarester kosmopolitischen Zeitschrift „Agora“; in Celans Konvolut vorhandene, erstmals 1977 von George Guţu in seiner Leipziger Dissertation sowie in der „Neuen Literatur“ (10/1988, S. 27-39) veröffentlichte Gedichte; von demselben Forscher edierte Übersetzungen Celans aus russischen, französischen und englischen Autoren sowie die deutschen Fassungen der zwei Gedichte Arghezis; die Bukarester Surrealistenzeit Celans und seine Freundschaft mit Petre Solomon, mit seinen „amis poètes”; den Briefbestand Celans an Alfred Margul-Sperber (Briefe und Ansichtskarten); schließlich die Bücher anderer Bukowiner Autoren mit dankbaren Widmungen für Alfred Margul-Sperber.

Diese akribisch zusammengestellte bildlich-dokumentarische Darstellung zeugt von der detailgetreuen Umfeldkenntnis ihres Autors. Sie erleichtert dem noch Uneingeweihten den Einstieg in die Problematik der deutschsprachigen Literatur der Bukowina, der Genesis und Entwicklung der Celanschen Lyrik, die nur durch die intrinsische Verbindung von Biografischem und Intuitiv-Interpretatorischem in ihrer Polysemantik erreich- und verstehbar ist. Die Ausstellung soll in der nächsten Zeit auch in mehreren Städten im In- und Ausland gezeigt werden.


Ergänzt wurden diese Veranstaltungen durch den beeindruckenden Dokumentarfilm „Duo für Petronom und Paoloncel“ von Alexandru Solomon sowie durch eine außergewöhnlich interessante, moderne musikalische Darbietung des von Mircea Tiberian (Berlin) geleiteten internationalen Quintetts, der Variationen zur deutschen, englischen, französischen und rumänischen Fassung der Celanschen „Todesfuge“ als Instrumentalwerk mit Gesangspartien zur allgemeinen Begeisterung spielte und damit die Eindrücke dieser lobenswerten Initiative und anerkennenswerten Leistung des Museums für Rumänische Literatur, der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens und des Exzellenz- und Forschungszentrums „Paul Celan“ der Universität Bukarest auf das Glücklichste abrundete.

Die Veranstalter kündigten für das nächste Jahr weitere groß angelegte Veranstaltungen zu Ehren von Paul Celan aus Anlass seines 90. Geburtstags und 40. Todestags an.

&

Realitatea Evreiască, nr. 332-333 (1132-1133) din 1-31 ianuarie 2010, pg.15

Restitutio istoric: Celan în Arhivele Sperber

 

Expoziţia „Paul Celan în Arhivele Alfred Margul Sperber”, găzduită de Muzeul Literaturii Române, a fost prezentată de prof. univ. dr. George Guţu, care a şi alcătuit-o. Fotografiile[1] au făcut parte dintr-o antologie Celan, care n-a mai avut şansa să fie publicată. Opera profesorului Guţu este un restitutio istoric, marcând debutul în română al lui Celan ca traducător (în „Contemporanul”, din 2 mai 1947). Era la puţină vreme după Holocaust. La câteva luni, avea să se producă debutul lui Celan în germană, în „Agora”. Panourile care tapetau sala centrală a Muzeului erau alcătuite din fotocopii ale traducerilor lui Paul Celan din autori francezi, ruşi – de preferinţă, Esenin - , din Shakespeare. Unele poeme erau scrise de mână, altele – dactilografiate. Deşi prizonier în lagărul de muncă forţată de lângă Buzău, Celan a avut posibilitatea să scrie. A tradus sonete de Hausman, poezii de Arghezi. Ele sunt dedicate fostului său mentor, Alfred Margul Sperber. Tot din arhiva Sperber se desprind mărturii ale prieteniilor lui Celan cu Rose Ausländer, Moris (sic!) Rosenkratz (sic!)[2], Nina Cassian. Sunt scrisori în care poetul face referire la cercul suprarealiştilor, din care făceau parte Gellu Naum, Petre Solomon ş.a. În anii bucureşteni, toate încercările de a se bucura de viaţă – mai ales, excursiile – veneau din dorinţa de a uita. De a uita că el s-a salvat de la moarte în anii Holocaustului (a fost ascuns de un  industriaş român) şi părinţii – nu. Îşi simţea conştiinţa încărcată. De ce a acceptat să se salveze singur? Întrebare chinuitoare, care îl va măcina oriunde se va afla mai târziu: Germania, Franţa. Întrebare care-l conduce spre sfârşitul timpuriu, în apele Senei. Celan – unul din marii poeţi de limbă germană ai secolului XX – a cunoscut şi asimilat creator influenţe culturale româneşti, germane, franceze, ruse, purtând deopotrivă, în bagajul său spiritual elemente hasidice şi de filozofie iudaică, în general. Dâra[3] lăsată de el în poezia europeană merită cinstită cum se cuvine, a conchis vorbitorul. (I.D.)
 

[1] Autorul se referă la unele dintre fotografii reprezentând poemele strânse de Alfred Margul-Sperber pentru Antologia de poezie de expresie germană din Bucovina „Die Buche”, întocmită în anii 1932-1938 şi publicată abia în 2009 la München. Celelalte fotografii ale panourilor expoziţiei prezintă reproduceri după documente de epocă, dar, îndeosebi, după documentele existente în Arhiva Alfred Margul-Sperber.

[2] Este vorba de Moses Rosenkranz (1904-2003), poet evreu de expresie germană originar din Bucovina.

[3] Cuvântul realmente folosit de realizatorul şi prezentatorul expoziţiei a fost „amprenta“…

 

&

 

uhttp://bucuresti.24fun.ro/evenimente/paul_celan_si_

meridianul_sau_in_arhiva_alfred_margul_sperber-9131.html 

Projektleiter / Directori de proiect:

 

Prof. Dr. Lucian Chişu, Bucureşti/Bukarest,

  Director al Muzeului Literaturii Române Bucureşti /

  Leiter des Museums für Rumänische Literatur Bukarest

 

Prof. Dr. George Guţu, Bucureşti/Bukarest,

  Preşedintele Societăţii Germaniştilor din România,

  şeful Catedrei de Literaturi Germanice a Universităţii din

  Bucureşti /

  Präsident der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens,

  Leiter des Instituts für Germanistik der Universität Bukarest

 

Zurück zur Homepage

www.e-scoala.ro

Imagine Romania!

Lernen Sie Deutsch - Kliken Sie hier