Sie befinden sich auf der Web-Seite der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens: www.ggr.ro

 

UNIVERSITÄT BUKAREST

 INSTITUT FÜR GERMANISTIK

 

IN ZUSAMMENARBEIT MIT

 

INSTITUT FÜR DEUTSCHE KULTUR UND GESCHICHTE SÜDOSTEUROPAS (IKGS) AN DER LUDWIG-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT MÜNCHEN

INSTITUT FÜR GERMANISTIK DER UNIVERSITÄT BERGEN 

[Siehe auch: http://www.fremmedsprak.uib.no/ost-west-begegnungen/index.htm]

 

Exzellenz- und Forschungszentrum "Paul Celan"

 Mehrsprachige und interkulturelle Kommunikation in pluriethnischen Regionen Südosteuropas

 

 Workshop: "Interkulturelle Perspektiven. Die rumäniendeutsche Literatur im europäischen Kontext"

Bukarest, 8.-9. November 2007

[Im Rahmen eines von der norwegischen Meltzer-Stiftung und von der Europäischen Union geförderten 3-Länder-Projekts]

 

 PRESSESTIMMEN

 

 

Interkulturelle Perspektiven
Wissenschaftliche Tagung zu Fragen der rumäniendeutschen Literatur in Bukarest

 

Von Daniela Ionescu und Iunia Martin



Eine internationale Tagung mit dem Titel „Interkulturelle Perspektiven. Die rumäniendeutsche Literatur im europäischen Kontext“ fand vom 8. - 9. November in Bukarest im Rahmen eines von der norwegischen Meltzer-Stiftung und der Europäischen Union geförderten Drei-Länder-Projekts statt. Nach dem ersten in Bergen (April 2007) war dies das zweite Treffen einer Arbeitsgruppe, an der Mitarbeiter des Bukarester Forschungs- und Exzellenzzentrums „Paul Celan“ maßgeblich beteiligt sind.

Die drei Leiter des Projekts, Prof. Dr. George Guţu (Univ. Bukarest), Prof. Dr. Sissel Laegreid (Univ. Bergen) und Prof. Dr. Stefan Sienerth (Institut für Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München, IKGS) eröffneten die Vortragsreihe, die thematisch sowohl den traditionellen Bereich der rumäniendeutschen Literatur als auch die Migrantenliteratur von Rumänen in deutscher Sprache behandelten.

Prof. Dr. Jürgen Lehmann (Univ. Freiburg) präsentierte Aspekte der neueren Celan-Forschung und Prof. Dr. Sissel Laegreid sprach über die Produktivität des Begriffes Re-Territorialisierung für diesen Themenkomplex. Prof. Dr. George Guţu stellte eine Neuerscheinung vor, die demnächst in Druck geht. Es handelt sich um die legendäre Bukowiner Anthologie „Die Buche“.

Assist. Dd. Lucia Nicolau sprach über die Lyrik Rose Ausländers, und wies anhand dieser Autorin aus der Bukowina auf die Besonderheiten des Identitätsverlustes der Exilautoren hin. Lekt. Dr. Bianca Bican (Univ. Cluj/ Klausenburg) widmete sich Franz Hodjak und untersuchte für ein Projekt fertiggestellte Übersetzungen ins Rumänische, während Prof. Dr. Paul Sigurd Scheichl (Univ. Innsbruck) auf den umstrittenen Erfolgsautor Eginald Schlattner einging und die Rezeption seines Werkes im deutschen Sprachraum näher analysierte. Lucia Cepoi hob Aspekte des Werkes dreier deutschsprachiger Bukowiner Schriftsteller hervor: Paul Celan, Ilana Shmueli und Aharon Appelfeld.


Einen weiteren thematischen Komplex bildete das Werk des Lyrikers Oskar Pastior. Doz. Dr. Ulrich van Loyen (München) brachte Pastiors Petrarca-Rezeption zur Sprache, Lekt. Dr. Graziella Predoiu (West-Univ. Temeswar/Timişoara) referierte zu Pastiors avantgardistischem Œvre, während Michael Grote (Univ. Bergen) die Spielarten der Intertextualität in Pastiors Werk veranschaulichte.

Über die Gestalt des Vaters in den Werken von Aglaja Veteranyi und Cătălin Dorian Florescu sprach Doz. Dr. Ioana Crăciun-Fischer. Danach ging Lekt. Dd. Maria Irod auf die Idee der Melancholie im Roman „Der Verweser“ von Dieter Schlesak ausführlich ein. Doz. Dr. Birger Solheim (Bergen) erforschte Richard Wagners Werk aus der Sicht der Identitätssuche und des Geschichtsverständnises und Lekt. Siri Strømsnes die Spielarten der Macht und der Ohnmacht bei Herta Müller. Zum interkulturellen Potenzial der siebenbürgisch-sächsischen Erzählung, bzw. zum Bild Rumäniens in den Erzählungen von Carmen-Francesca Banciu referierten Dd. Raluca Rădulescu und Lekt. Dd. Daniela Ionescu (beide Bukarest).

Zum Rahmenprogramm der Tagung gehörte neben einer Stadtrundfahrt eine Lesung mit renommierten Autoren. Die Zentrale Universitäts-Bibliothek stellte dafür den Ausstellungssaal Galateca zur Verfügung, in dem Grete Tartler (Bukarest) und Wulf Kirsten (Weimar) aus ihrem lyrischen Werk lasen - ein exquisiter literarischer Genuss für Kenner, kenntnisreich und wortwitzig eingeführt von Prof. Dr. Peter Motzan (IKGS München). Die Ergebnisse dieser Tagung werden im IKGS-Verlag in einem Band veröffentlicht. Das nächste Arbeitstreffen zum Thema „Grenzerfahrung und Identitätsfindung rumäniendeutscher Literatur“ findet im April nächsten Jahres in Bad Kissingen statt. Das Projekt soll für weitere drei Jahre beantragt und verlängert werden.

***

 

Erschienen in: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 23.11.2007, S. 7 (auch online: http://www.adz.ro/kultur.htm#3)

***

Unsere Anschrift:

Forschungs- und Exzellenzzentrum "Paul Celan"

des Germanistischen Instituts der Universität Bukarest

 

Str. Pitar Moş 7-13

RO-010451 Bucureşti

România / Rumänien

Tel.: 0040-21-318.15.79 (App. 27); 0040-21-252.15.51

Fax: 0040-21-252.59.72

url: www.ggr.ro/Celan_Zentrum1.htm

e-mail: gutugeorge@yahoo.de; dinogetian@aol.de

Kontaktperson: Assist. Dd. Lucia Nicolau, bigparola@yahoo.com

 

www.e-scoala.ro

Imagine Romania!

Lernen Sie Deutsch - Kliken Sie hier